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1

Dienstag, 19. Mai 2009, 11:18

Überlegungen eines Mörders/einer Mörderin

Die Fährte wurde in diesem Fall geschickt gelegt. Ich war lange auf eine Konspiration zwischen Ehemann und attraktiver Haushälterin fokussiert. Dass das scheinbare Opfer die Drahtzieherin ist (Grit Böttcher), das war eine späte und interessante Auflösung, fand ich...

2

Dienstag, 19. Mai 2009, 23:25

Das war nigges !!!

Werte Gemeinde,

dass ich mir die Mühe machte, mir diese Folge überhaupt noch einmal anzuschaun, lag an Harry Meyen, Nadja Tiller und Ernst Stankovski. Ein "Langweiler", eine "Dame von Format" und ein "Windei" zusammen in einem Film: Das ging bei mir erneut nach hinten los.

Einzig und allein POSITIV an dieser Folge war der Auftritt von Nadja Tiller UND die Geschichte, die den Zuschauer sehr geschickt in die Irre führte. Darauf muss man erst mal kommen. Alle Achtung!

Dass Harry Meyen kein Gassenhauer war, zeigte er bereits 1964 im Wallace-Streifen "Die Gruft mit dem Rätselschloß" als Inspektor Angel. Auch in den beiden anderen Kommi-Episoden konnte er mich nicht überzeugen. Er war halt so. Und als in keiner mehr mochte, zog er schließlich 1979 die Konsequenz und ging ins Nirvana...

Mit Ernst Stankowski konnte ich noch nie etwas anfangen. Viel wiener Schmäh; dieses Mal auf Sparflamme. Von ihm überrascht wurde ich allerdings, als ich ihn in der Kriminalmuseum-Folge "Das Feuerzeug (1965)" als kriminellen Spediteur bewundern durfte. Da rauschte der Wildbach (Muss man gesehen haben)! Aber in Folge 46? Alla hopp!

Die Idee mit dem Gärtner fand ich wiederum gut gelungen. Aber wer glaubte ernsthaft daran, das Panos Papadopoulus auch nur einer Fliege was zu Leide tun konnte.

Somit bleibt für mich nur die Note 4- übrig. Aber auch nur, weil Peter Thomas für den Musikfetzer im Lokal verantwortlich zeichnete.
Isch habe fertig. Der Nächste bitte. LG Peter :nee :kommi:
30.06.1963 - 02.09.2010

3

Mittwoch, 20. Mai 2009, 15:08

Panos Papadopoulos spielte seine letzte Rolle 1986 im "Detektivbüro Roth". Wikipedia hat keine Info`s, aber er wird schon verstorben sein. Immer kleine Rollen im Alten und Derrick, dem Täter auf der Spur, bei Edgar Wallace und im Tatort.


Harry Meyen nahm sich bereits 1979 das Leben, indem er sich mit einem Seidenschal an der Feuerleiter seines Hauses erhängte.

Ich fand die Folge sehr interessant, wenn auch ohne viel Elan.
Gruss
´¨)
¸.•´¸.•´¨) ¸.•*¨).
(¸.•´ (¸.•´ .•´
.•´ ¸.•*`•-» Anasazi1962
(¸.•´

4

Mittwoch, 20. Mai 2009, 15:56

zu "Panos Papadopoulus"

Zitat

Original von Anasazi1962
Panos Papadopoulos spielte seine letzte Rolle 1986 im "Detektivbüro Roth". Wikipedia hat keine Info`s, aber er wird schon verstorben sein. Immer kleine Rollen im Alten und Derrick, dem Täter auf der Spur, bei Edgar Wallace und im Tatort.

Tja - das wird wohl stimmen.

In einem Beitrag aus "www.tvforen.de" vom 29.12.2008 ist folgendes zu lesen:

Erinnern wir uns an weitere verstorbene Persönlichkeiten:
.
.
.
1987: Panos Papadopulos, deutsch-indonesischer Schauspieler, bekannt als 'Stavros' in "Otto der Film"

Somit wurde der gute Mann gerade mal 52 Jahre alt.

Schade eigentlich :schnief:
30.06.1963 - 02.09.2010

5

Mittwoch, 20. Mai 2009, 18:08

Panos Papadopoulus ist leider schon tot. Er liegt auf dem Nordfriedhof in München. (s. Gräberliste)

Gruß
Harry, der Leichenflädderer :kommi:

6

Mittwoch, 20. Mai 2009, 18:54

Folge 46: Überlegungen eines Mörders

Zitat

Original von Mr. Gore
Einzig und allein POSITIV an dieser Folge war der Auftritt von Nadja Tiller UND die Geschichte, die den Zuschauer sehr geschickt in die Irre führte. Darauf muss man erst mal kommen. Alle Achtung!

Genau Peter, das ist auch bei mir der Grund, warum ich mich mit dieser Folge etwas näher beschäftige.

Wer einen Kommissar a`la Sozialstudie usw. erwartet hat, der muss enttäuscht gewesen sein.
Aber, die Machart hat mich verdammt an die Edgar-Wallace-Filme erinnert!
Der Zuschauer wird bis 8 Minuten vor Ende des Films, dem Zeitpunkt der Ermordung des Herrn Taveller, dahin geführt zu glauben, dass hier ein Mordkomplott gegen Erika Taveller geschmiedet wird! Die Täter, Hubert Taveller, Franziska das Hausmädchen und der Gärtner!
Es kann eigentlich nicht anders sein. Selbst Nora, die Tochter von Hubert und Irene Taveller, glaubt, dass ihr Vater etwas mit den Mordplänen zum Nachteil der Stiefmutter zu tun hat.
Es passt ja auch alles zusammen. Die arroganten Antworten und das überaus merkwürdige Verhalten des Hubert Taveller, der darüber hinaus auch noch eine Waffe besitzt. Das ebenfalls seltsame Verhalten der Haushälterin. Und dann der Gärtner, der jederzeit von draußen agieren kann!
Ja, denkste Puppe, würde der Berliner sagen.
Erika Taveller hat diesen Komplott mit dem besten Freund der Familie Konrad Diephold geschmiedet: „Ich bin jemand, auf den man immer wieder zurückgreift, wenn es Schwierigkeiten gibt!“
Was aber im Stakkato der Ereignisse in den letzten Minuten des Filmes auf der Strecke bleibt, das war z.B. die Frage: „Wieso gewinnt Erika Taveller, die erst seit einem Jahr mit dem Opfer verheiratet ist, den langjährigen Freund der Familie, für diesen Plan!“
Ich denke, dass interessierte die Macher dieser Folge auch nicht so richtig!
Mein Fazit: Positiv fand ich die erzeugte Spannung und Ablenkung. Negativ fand ich das Produkt insgesamt. Es ist jedenfalls keine Folge, die ich unbedingt öfters anschauen muss!
Da bin ich mit Peter absolut dacor!
Viele Grüße

Kellner Windeck :))

Erich Lorenz über Kellner Windeck zu Robert und Walter:
:kotz "Aber sie ging nicht ins Bett. Erst musste der Kellner zu Hause sein. Wissen Sie, der wurde sehr gut versorgt hier!":kotz

7

Mittwoch, 20. Mai 2009, 20:28

Motive??

in dieser Folge verhielten sich fast alle Akteure irgendwie verdächtig, bei fast jedem konnte man sich ein Motiv erdenken. Wohl sollte so Spannuung und Rätselraten über den Mörder aufrechterhalten werden.

Dass die Erika die zentrale Figur war, die sich dem Diephold als ausführendem Organ bediente war auch für mich überraschend. Schade, dass deren Motive völlig im Dunkeln blieben. Hatten die Erika und der Diephold was miteinander oder Gings da (wie so oft) ums Geld? Dies herauszuarbeiten macht den guten Krimi aus.

Erbärmlich übrigens auch der Polizeischutz. Wo kam denn der Maskenmann her als er zu zweitenmal zuschlug?

In der Gesamtbeurteilung der Folge stimme ich meinen Vorrednern voll zu.

8

Mittwoch, 20. Mai 2009, 21:21

Ei Ei Ei - merkwürdige Daten...

Zitat

Original von Harry Klein
Panos Papadopoulus ist leider schon tot. Er liegt auf dem Nordfriedhof in München. (s. Gräberliste)

Gruß
Harry, der Leichenflädderer :kommi:

Hallöchen Harry,

es scheint, als wäre unser Papa mit dem Dopoulus nicht mit dem auf dem Münchner Nordfriedhof (1920 - 2001) identisch. Lt. Wikipedia starb er 1987 an Herzversagen. Und irgendwie kommt auch ein Geburtsdatum von 1935 nicht so ganz hin. Dann müsste er in Folge 46 gerade mal 39 gewesen sein. Oder doch ???

Übrigens wird Onkel Panos fast überall als "Papadopulos" ohne "ou" nach dem "Papadop" geführt. Das gibt mir zu denken. Irgend etwas stimmt da nicht...

Also: Wer setzt sich ins Auto, rast zum Nordfriedhof und macht mal einen schönes Bild vom Grabstein, wo man das Geburts- und Todesdatum gut erkennen kann?

Jezz wolle mers abber ganz genau wisse !!! :kommi:
30.06.1963 - 02.09.2010

9

Donnerstag, 21. Mai 2009, 03:08

Melde mich freiwillig...

Ich bin sozusagen schon unterwegs zum Nordfriedhof, um etwas Licht in die dunkle Angelegenheit zu bringen.

(Auch wenn sich die Würmer immer die Servietten umbinden, sobald ich in die Nähe eines Friedhofes komme)
:grins: :grins: :grins:

Fred :kommi:
Sagen Sie mal - Sind Sie ballaballa ???

10

Donnerstag, 21. Mai 2009, 21:27

Harry hat als Personenschützer doch total versagt. Anstatt das Objekt von außen zu sichern, da ja bekannt war, daß der Täter über einen Balkon zum Schlafzimmer der Schutzperson Zugangsmöglichkeiten hat, saß er im Wohnzimmer herum. Da läuft der potentielle Mörder natürlich auch gerade durch...
"Ich sitze hier, saufe, denke nach und seh mir den Gierke an."

11

Freitag, 22. Mai 2009, 10:14

Zitat

Original von blofeld
Harry hat als Personenschützer doch total versagt. Anstatt das Objekt von außen zu sichern, da ja bekannt war, daß der Täter über einen Balkon zum Schlafzimmer der Schutzperson Zugangsmöglichkeiten hat, saß er im Wohnzimmer herum. Da läuft der potentielle Mörder natürlich auch gerade durch...


Das ist halt das Problem von Geschichten, die plot-driven sind. Welcher Mörder überlegt schon in der Realität, seine Tat unter den Augen der Polizei zu begehen. Ist doch viel zu risikoreich. Zumal die meisten Fälle ja doch nach Schema F aufgeklärt werden und da lautet die Frage immer: wer profitiert am meisten?

12

Freitag, 22. Mai 2009, 23:13

Personenschutz

Also der Personenschutz klappt eigentlich sehr oft nicht.
Eigentlich ist hinterher fast immer einer tot, wenn einer aus dem KK-Team vor Ort übernachtet.
Z.B. auch im Altenheim von Werner Kreindl.

13

Samstag, 23. Mai 2009, 10:38

Und der Kabisch wäre auch fast zum Zuge gekommen...
"Ich sitze hier, saufe, denke nach und seh mir den Gierke an."

14

Samstag, 23. Mai 2009, 19:03

RE: Personenschutz

Zitat

Original von Torsten Pieper
Also der Personenschutz klappt eigentlich sehr oft nicht.
Eigentlich ist hinterher fast immer einer tot, wenn einer aus dem KK-Team vor Ort übernachtet.
Z.B. auch im Altenheim von Werner Kreindl.


Aber der gute Wille ist da
:kommi:
Beste Grüße
André

15

Samstag, 23. Mai 2009, 19:47

RE: Personenschutz

Zitat

Original von Torsten Pieper
Also der Personenschutz klappt eigentlich sehr oft nicht.


Personenschützer sind halt auch keine Ermittler, selbst aus den eigenen Reihen nicht! :kommi:
Viele Grüße

Kellner Windeck :))

Erich Lorenz über Kellner Windeck zu Robert und Walter:
:kotz "Aber sie ging nicht ins Bett. Erst musste der Kellner zu Hause sein. Wissen Sie, der wurde sehr gut versorgt hier!":kotz

16

Montag, 25. Mai 2009, 12:53

Panos P.

Hallo Mr. Gore und alle anderen "Leichenfledderer",

hier wie oben versprochen der Grabstein von "unserem" (?) Panajotis "Panos" Papadopoulos am Münchner Nordfriedhof :



Fred :kommi:
Sagen Sie mal - Sind Sie ballaballa ???

17

Montag, 25. Mai 2009, 18:38

Aha !!!

Zitat

Original von Diebach
Hallo Mr. Gore und alle anderen "Leichenfledderer",

hier wie oben versprochen der Grabstein von "unserem" (?) Panajotis "Panos" Papadopoulos am Münchner Nordfriedhof :

Fred :kommi:

Danke Fred!

Nun frage ich mich allerdings, ob da auch wirklich "unser" Panos begraben liegt. Denn der Vorname "Panajotis" taucht in keinen Seiten auf, in der der Schauspieler biografiert wird.

Unn wie gehds jezz weider ???

LG Peter :kommi:
30.06.1963 - 02.09.2010

18

Donnerstag, 3. Januar 2013, 14:14

Grit Böttcher als Täterin, da denkt man doch sofort an die Stahlnetz-Folge "Saison", in der sie die ungeliebte Schwiergtochter spielt, die die Konkurrentin ermordet, falsche Fährten legt und während der Ermittlungen kühl die Rolle der Jeann d'Arc auf der Laienbühne gibt. Interessante Parallelen.
"Er ist blass! Finden Sie nicht, dass er blass ist? Ich finde, er ist blass. Warum soll er denn nicht blass sein? Ich wundere mich nur, dass er blass ist."

19

Samstag, 2. April 2016, 09:32

Verschrobene Verhältnisse

Wie viele Kommissarfolgen aus dem Milieu der oberen Zehntausend schleppt sich auch diese schwerfällig dahin. Reinecker war immer am besten, wenn er Mord in prekären Verhältnissen porträtieren konnte, schwächelte aber wiederholt in Bogenhausen und Grünwald. Zudem mutet die Handlung reichlich unlogisch an. Was soll das ganze Ablenkungsmanöver, mit dem man sich nur die Polizei ins Haus holt? Und welches Motiv besitzt Konrad Diephold überhaupt, als Handlanger der nervösen Erika den Millionärsfreund aus dem Weg zu räumen? Ein Kaspertheater für die Zuschauer! Theaterhaft ist auch die Inszenierung, fast die ganze Zeit wird eine einzige Location gezeigt - die Taveller-Villa (Taveller, genau so ein bekloppter Name wie Lahuser).
Die Darstellercrew ist nur durchschnittlich und kein Glücksgriff, wenn man einmal von der großartigen Nadja Tiller absieht. Zwei Vertreter des Boulevardfaches sind in diesem Krimi fehlbesetzt: Grit Böttchers explosionsgefährdete Frisur ist genauso unangemessen hysterisch, wie das Verhalten der von ihr dargestellten Erika Taveller. Ihr Maskenbildner wird an den Drehtagen an feinschlägigem Fingertremor gelitten haben. Ein Objekt der Begierde für einen reichen Playboy ist bei mit der vogelscheuchenhaft ausstaffierten Komödienfachfau beim besten Willen nicht zu erkennen, da wäre die Rollenbesetzung mit Christiane Rücker (das Dienstmädchen) passender gewesen. Immerhin taugt die Personalie Böttcher für den überraschenden Plotpoint. Boulevard-Harry (Meyen), der mit vielem, was er anfasste den großen Wurf verfehlte und auch hier seiner Figur kein Charisma verleihen konnte, kam immer irgendwie als unsympathischer Kotzbrocken rüber; es macht einfach keinen Spaß, dem Mann bei der Arbeit zuzusehen.
"Also, wenn sie mich fragen - Bigge war´s"

20

Mittwoch, 20. Februar 2019, 17:37

Gritchen
Böttcher als eingeschüchtertes Mäuschen in einer Villa, die im
Schloßpark-ähnlichen Garten Schatten sieht, Christiane Rücker gibt
die eher genervte Krankenpflegerin denn das Hausmädchen und tauscht
mit Hausherr Taveller innige Blicke. Dass dieser etwas mit ihr hat,
ahnt man lange bevor er seine Finger in ihrer Bluse spazieren führt
und im Laufe der Folge als notorischer Schürzenjäger bezeichnet
wird.
Unwillkürlich wartet man auf den Ausruf „ Hallo, hier spricht Edgar Wallace!“.

In der Folge wandelt sie (bis zur Auflösung) notorisch am Rande des totalen
Nervenzusammenbruchs und vermittelt das Bild einer jungen Frau des
19. Jahrhunderts, welche bis zur Volljährigkeit auf dem elterlichen
Landsitz rundumbehütet und völlig weltfremd in die Ehe entlassen
wurde. Dieser Klassiker trifft allerdings nicht zu, dafür ein
anderer: als jugendliche Sekretärin hat sie sich ihren Chef im Büro
geangelt. Was aber ihrer Rolle partout nicht entsprechen mag, da sie
(auf die Dauer doch etwas enervierend) die komplette Folge durch mit
weit aufgerissenen Augen verschreckt durch die Villa irrt. Eher ist
wahrscheinlich, dass sie von ihrem Chef kreidebleich und dem
Nervenzusammenbruch nahe, aus der Büroregistratur zum Standesamt
gezerrt wurde...


Harry Meyen mit seiner Dreherfahrung mit hochkarätigen Kollegen wie
Christopher Plummer, Romy Schneider, Trevor Howard sowie Yul Brynner
(„Spion zwischen 2 Fronten“) oder Curd Jürgens („Des Teufels
General“) kommt mir in den Vorkommentaren doch etwas zu schlecht
weg, wenngleich natürlich nicht er, sondern Nadja Tiller diese Folge
trägt.Sie ist die vom Pöbel wider jedes Recht enthronte Fürstin,
die lebensklug genug war, um fahren zu lassen, was nicht mehr zu
halten war und folglich innerhalb einer Stunde nach dem
Scheidungsverlangen ihres Ehemannes auszog. Sie bewegt sich in der
Villa, der der sie noch jedes Möbelstück kennt, mit raumgreifender
Natürlichkeit. Ganz grande dame versucht sie beim Gespräch
mit ihrem Ex, alte Gemeinsamkeiten aufzuwärmen („der Spiegel
brachte ich aus Venedig mit, erinnerst du dich, Georg?“) und
Klein-Gritchen steht im Hintergrund wie ein Hausmädchen, welches auf
einen Befehl ihrer Herrschaft wartet. Auch den offenen Rausschmiß
akzeptiert sie kühl und gelassen und rauscht von dannen, während
Gritchen sich im nächsten Sessel zusammenkrümmend so klein wie nur
möglich macht.


Ernst
Stankovski gefällt in der Folge durchaus als österreichischer
Charmeur - Handkuß für die neue Gnä' Frau inklusive - alleine
seine arg hippe Wohnung mit modernen Bildern und zeitgemäßer
Einrichtung verwundert etwas bei seiner zurückhaltend-seriös
angelegten Rolle. Sein Motiv bleibt völlig im Dunkeln, etwas
unvermittelt wird er als Täter wie das As aus dem Ärmel gezogen -
die Sendezeit ist rum und einer muß halt der Mörder sein. Hier
hätte man sich schon etwas mehr Mühe geben müssen, sei es Liebe zu
Gritchen, das schnöde Geld oder eine verborgen gebliebene
Verwandschaftsbeziehung (älterer Bruder bzw. Vater von Grit).
Letzteres wäre wohl die Variante bei „Inspector Barnaby“
gewesen...