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1

Mittwoch, 10. Juni 2009, 19:43

Folge 48: Toter Gesucht

Interessante Parallelen zur späteren LANSKY-Folge

Irgendwie war es eine gute Episode; und irgendwie auch nicht. Es stellt sich eigentlich nur eine Frage:

Würde ein Vater so etwas wirklich tun, wie es Berneis tat? Seinen Sohn eines Mordes bezichtigen UND mit seinem zunächst vagen Verdacht bei der Polizei melden?

Ich glaube nein. Aber es war ja auch eine "Bernhard Wicki"-Folge und da ist eben alles möglich. Ein alter Haudegen, der sein Leben lang nichts anderes gekannt hat außer zu arbeiten, wird stets Probleme haben, sich mit Andersdenkenden zurecht zu finden. All seine Erziehungsversuche blieben fruchtlos und sein Sohn hielt ihn für einen Idioten. Punkt!

Spannend und nicht mehr so nervig wurde es erst, als "Rose Renee Roth" auftauchte und ihr Elend offenbarte. Das Leben ist seit jeher ein Geldproblem, aber hier kamen viele Aspekte zusammen. Da wollten Menschen einen "Anteil am Leben" haben, der ihnen bis dato verwehrt wurde. Franz Berneis nutze eine Gelegenheit und war sich über die Folgen nicht bewußt.

Jede schlimme Tat, ob geplant oder nicht, verändert einen Menschen. Vater Berneis hat es gemerkt und unser pfiffiger Kommissar auch. Franz hat eben zu viele Fehler gemacht. Na ja; er hat wenigstens ein paar Tage seinen Spaß gehabt...

Überrascht war ich aber, als ich den alten Berneis in seinem Laden "rauchen" sah!!! (und auch noch vor einer Kundin). Ich glaube, er qualmte noch mehr als Erik Ode und dann auch noch ohne Filter. Thats Life.

Die Rollenverteilung war gut. Besonders das Vater-Sohn-Gespann. Prolet gegen Juppi. Das bedeutete Krieg. Und beide haben ihn verloren. Und wäre die süße Oma "Rose Renee Roth" nicht dabei gewesen, hätte ich die Folge wahrscheinlich schon mittendrin abgeschaltet.

Mit unterdurchschnittlichen Grüßen :kommi: :rauch
30.06.1963 - 02.09.2010

2

Donnerstag, 11. Juni 2009, 09:27

Folge 48: Toter gesucht

Bei der Bewertung dieser Folge schlagen bei mir „zwei Herzen“ in meiner Brust!

Einerseits finde ich die Handlung als solches nicht sehr unterhaltsam, so dass ich mich schon sehr aufraffen muss, mir die Folge anzusehen. Andererseits finde ich gewisse Hinweise „Botschaften“, nämlich „das Leben ist ein Geldproblem“ und „ich will nicht nach Pfiff leben“, schon ganz interessant!

Da ich mich aber, wie bereits gesagt, erst erheblich motivieren muss die Folge zu sehen, bleibt die Betrachtung auf die „Botschaften“ auf der Strecke!

Von daher beschränke ich mich auf die aus meiner Sicht „positiven“ Aspekte der Folge!

Der Hinweis auf unterschiedliche Auffassungen, wie man seinen Lebensunterhalt gestaltet, finde ich schon interessant. Auch die von Rose Renee Roth verkündete Botschaft: „Das Leben ist ein Geldproblem“ ist nachvollziehbar und nach wie vor auch aktuell. Von daher lässt sich das Mordmotiv „Habgier“ sehr schön erkennen!

Ebenso fand ich es gut gemacht, wie sich Kommissar Keller aus ermittlungstaktischen Gründen auf „das Spiel mit dem Feuer“, sprich Anita Weidau alias Eleonore Weisgerber, einlässt. Auch das Offenbaren der vermeintlichen Schwäche (im Dialog mit Franz Berneis) gegenüber dem „jungen, schwachen“ Geschlecht, finde ich gut dargestellt und unterhaltend!

Genauso die von Rose Renee Roth aufgezählten
Schicksalsschläge in der Familie, ließen tief blicken.

Aber trotzdem, ein Vater der aufgrund einer blanken Vermutung seinen eigenen Sohn an die Polizei „ausliefert“, und nur dadurch sind überhaupt die Ermittlungen in Gang gekommen, ich weiß nicht.
Das ist mir doch etwas zu sehr hergeholt.

Egal, ob Vater und Sohn ein gestörtes Verhältnis haben. Immerhin fühlt sich der Vater für den Sohn immer noch verantwortlich!

Mein Fazit:
Es gibt viel bessere Folgen des Kommissars, z. B. nächste Woche „Ein Amoklauf"
Viele Grüße

Kellner Windeck :))

Erich Lorenz über Kellner Windeck zu Robert und Walter:
:kotz "Aber sie ging nicht ins Bett. Erst musste der Kellner zu Hause sein. Wissen Sie, der wurde sehr gut versorgt hier!":kotz

3

Freitag, 12. Juni 2009, 11:23

Eine ähnlich gelagerte Folge ist "Die Nacht mit Lansky". Die Deltgen-Folge finde ich spannender.
"Ich sitze hier, saufe, denke nach und seh mir den Gierke an."

4

Freitag, 12. Juni 2009, 21:47

Ein wenig grinsen musste ich über den tanzenden Komissar, der dabei wie ein schüchterener Tanzstundenbubi wirkte. Man merkte gleich, dass dies nicht sein Metier war oder das Tänzchen nur im Rahmen der Ermittlungen wagte. Wenn das von Ode bewusst so gemimt wurde war dies schon schauspielerische Klasse.

5

Freitag, 12. Juni 2009, 22:14

Das skurrile Ende...

Ich finde immer, das Reinecker gut anfängt, das Ende oft aber provisorisch wirkt, als ginge dem Drehbuchautor die Luft aus. Auch hier, wie der Täter an den Ort der Tat zurückfuhr. Sehr an den Haaren herbei gezogen...

6

Samstag, 13. Juni 2009, 04:47

tanzender Kommi

@ Grandezzo:
wenn man der Autobiografie von Erik Ode glauben darf, dann konnte er tanzen wie ein junger Gott.
:respekt
Er hat öfter als oft Tanzrollen auf der Bühne gehabt.....
:klatsch :klatsch :klatsch

Fred :kommi:
Sagen Sie mal - Sind Sie ballaballa ???

7

Samstag, 13. Juni 2009, 10:13

Zitat

Original von grandezzo
Ein wenig grinsen musste ich über den tanzenden Komissar, der dabei wie ein schüchterener Tanzstundenbubi wirkte. Man merkte gleich, dass dies nicht sein Metier war oder das Tänzchen nur im Rahmen der Ermittlungen wagte. Wenn das von Ode bewusst so gemimt wurde war dies schon schauspielerische Klasse.


Hallo grandezzo,

diese Szene habe ich etwas anders wahrgenommen.

Seine "Schüchternheit" ergibt sich auf seiner "Kinderstube", nämlich das sich ein älterer Herr gegenüber einer Dame erst etwas zurückhaltend verhalten soll. Erst als er feststellt, welches Spiel Anita Weidau mit ihm spielen will, zeigt er ihr, wo "Baddels den Most holt"!
Anita Weidau reagiert nämlich sehr irritiert, als der Kommi sie beim tanzen eng an sich zieht!

Von daher war es schauspielerisch von Erik Ode und Ermittlungstaktisch vom Kommissar gut gemacht!
Viele Grüße

Kellner Windeck :))

Erich Lorenz über Kellner Windeck zu Robert und Walter:
:kotz "Aber sie ging nicht ins Bett. Erst musste der Kellner zu Hause sein. Wissen Sie, der wurde sehr gut versorgt hier!":kotz

8

Samstag, 13. Juni 2009, 12:39

Ist jemandem aufgefallen...

... daß unser Kommi sich nach der ersten "Engtanz-Runde" offenbar von Anita in Richtung unserem Bildschirm abwendet.



Vielleicht war ihm die "Nummer" doch ein wenig zu heiß. Franz kippt einen Whisky runter und gleich darauf gehts dann in die zweite Runde...

My Erik rocks me :lach: :klatsch :klatsch :klatsch :top
30.06.1963 - 02.09.2010

9

Sonntag, 14. Juni 2009, 21:49

Mir ist aufgefallen, dass bei der Bergung des Ford 17M P3 "die Badewanne" der Wagen keinen Motor mehr hat! Auch die heftigen Roststellen sprechen dafür, dass natürlich einfach ein Schrottwagen verwendet wurde.

Bibeina

unregistriert

10

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 17:12

Eine der schlechtesten Folgen von Grädler. Sehr aufgesetzt und dazu noch Bernhard Wicki...dessen Schauspielkunst halte ich doch für sehr begrenzt!

11

Freitag, 18. Dezember 2009, 09:19

... die Aussage mit Bernhard Wicki würde ich so nicht teilen; siehe hierzu sein zweiter Auftritt in der Kommi-Serie ... (66 Herr und Frau Brandes). Aus meiner Sicht stark gespielt.

Gruß
EDE
Guten Abend meine sehr geehrten Damen und Herren ...

Bibeina

unregistriert

12

Freitag, 18. Dezember 2009, 17:01

Da fand ich ihn besser. Er gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsdarstellern, auch im "Alten" hat er mir nie so recht gefallen. Gut dagegen fand ich ihn in "Die Zürcher Verlobung"!

13

Samstag, 19. Dezember 2009, 21:41

es kommt aich immer darauf an, was das Drehbuch hergibt... Manchmal kann (konnte) ein Schauspieler sein Repertoire nicht entfalten; nahm aber trotzdem wegen des Geldes die Rolle an ... aus meiner Sicht ist dies einigen bekannten Schauspielern in Derrick / Der Alte / Der Kommissar so ergangen..

Gruß
EDE
Guten Abend meine sehr geehrten Damen und Herren ...

14

Samstag, 19. Dezember 2009, 23:56

Zitat

Original von Eduard Z.
Manchmal kann (konnte) ein Schauspieler sein Repertoire nicht entfalten; nahm aber trotzdem wegen des Geldes die Rolle an ...


Ich habe vor kurzem die Autobiographie von Karl Lieffen ("Was fällt Ihnen ein, Lieffen") im Buchregal auf unserem Wertstoffhof gefunden, mitgenommen und gelesen. Da wird einem schon klar, wie sehr auch angesehene, bekannte und regelmäßig auf große Bühnen verpflichtete Schauspieler aus der Hand in den Mund gelebt haben. Seither bin ich wesentlich nachsichtiger mit den Sendern, wenn ich ständig dieselben Gesichter im TV sehe - statt dessen freue ich mich für die Schauspieler.

15

Montag, 22. Februar 2016, 08:46

Habe die Folge nach langer Zeit wieder mal angesehen. Diesmal kam es mir doch seltsam vor, dass der Kommissar sofort an einen Mord glaubte. Ich hätte Kommissar Keller anders eingeschätzt, nämlich erst mal in Ruhe sich ein wesentlich genaueres Bild machen und dann mal weiter sehen. Robert (und auch die anderen Jungs) sind ja mit ihren Schlüssen oftmals zu schnell und liegen im Gegensatz zum Kommissar verkehrt. Diesmal war es genau anders rum.
Und ja, die "Lansky" Folge ist sehr ähnlich und empfinde ich auch besser, da wesentlich stimmungsvoller. Trotzdem ist "Toter gesucht" keine schlechte Folge, wir haben deutlich bessere, aber auch langweiligere Episoden.

16

Montag, 22. Februar 2016, 14:17

Hr. Keller sammelte ein paar Infos und die Schlussfolgerung verdichtete sich recht bald. Er glaubte also erst dann an einen Mord als er den zappligen Typen alias Christoph Bantzer ("so Typen habe ich schon öfter gesehen"- der Kommissar) und die Tatsache, dass dieser sein Hemd verbrannt hat, gesehen hat. Weitere Indizien gesellten sich dazu. Es fand also ein Erkenntnisprozess statt.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Herr Stöber« (22. Februar 2016, 14:45) aus folgendem Grund: verbesserung vornehmen


17

Freitag, 1. April 2016, 17:07

Ich kann mich weitgehend anschließen. Mich überzeugt weder die Handlungsweise der in einem fort durchqualmenden Figur Johannes Berneis, noch ihr Darsteller Wicki. Berneis scheint es nur um eins zu gehen: Mit seiner Prognose, es werde mit seinem Sohn einmal böse enden, Recht zu behalten. Drehbuchschnitzer: Wie kann Berneis jun., nachdem er sehr lange sehr erfolgreich den Unantastbaren gab, so umnachtet sein und die Polizei "zwanglos" zur Leiche führen? Da musste wohl schnell eine Auflösung her! Es wäre besser gewesen, wie z.B.in der Tatortfolge "Rubeck´s Traum" (1984) noch einen Erpresser zu installieren, durch den die Wende herbeigeführt wird. Vermutlich habe ich aber auch nur Reineckers wahre Intention nicht verstanden……..
Die "Badewanne", in der die Leiche tauchen ging, ist in der Tat eine schlecht präparierte Schrottkarre. Eleonore Weisgerber, später in den Krimiserien vom "Alten" bis "Tatort" omnipräsent, spielt hier eine ihrer ersten Fernsehrollen und ist ein echter Hingucker.


Blickfang Bermuda-Dreieck


Keller denkt jetzt doch über Gefahrenzulage nach: Anita (Eleonore Weisgerber) ist schärfer als die Polizei erlaubt.
"Also, wenn sie mich fragen - Bigge war´s"

18

Samstag, 30. April 2016, 20:28

Klasse Folge einer meiner Lieblingsfolgen von Kommissar Keller. Erik Ode war echt ein ganz großer Schauspieler wie es keinen mehr gibt.

Mir ist in dieser Folge aufgefallen das Kommissar Keller ( zusehen ab der 19. Minute ) durch eine andere Tür in sein Büro kommt. Er geht da nicht durch das Vorzimmer von Walter , Harry, Robert und Rehbein. Ist das die Tür 3 oder die Tür 4. Wenn ich die Zeichnung vom Kommissar Büro sehe müsste es die Tür 3 sein.

19

Donnerstag, 21. Februar 2019, 15:48

Maigrets Ermittlungen...

In dieser alleine auf den Kommissar
zugeschnittenen Folge erinnert sein Vorgehen stark an Simenons
„Maigret“. Ein Bauchgefühl treibt ihn an, es gibt wenig
Greifbares, geschweige denn juristisch Verwertbares. Er saugt wie ein
Schwamm das Verhalten der verschiedenen Personen ein, hört sich um,
schaut sich um, taucht unvermittelt auf. Bemerkenswert, wie
Kriminalbeamte auch ohne Tatverdacht ihre Zeit herumbekommen, zuletzt
sitzt man bei Oma Weidau in der guten Stube und wartet, bis die Zeit
vergeht...





Christoph Bantzer wird von Bernhard
Wicki problemlos „an die Wand gespielt“, Mimik, Stimme, da stimmt
für mich alles. Sein fragwürdiges Vater-Verhalten scheint mir eher
der Drehbuch-Tatsache geschuldet, dass der Fall anfangs halt ins
Laufen gebracht werden muß, ohne dass Kommissar Keller als
übereifriger, grundlos in anderer Leute Privatleben
herumschnüffelnder Polizist erscheint.





Eleonore Weisberger gefällt mir im
reifen Alter erheblich besser, hier spielt sie seltsam austauschbar,
von ihrer Persönlichkeit kommt wenig rüber. Neben ihrer - von Rose
Reneé Roth brillant gespielten - Oma macht sie keinen Stich.





Was das doch etwas plötzliche Ende
betrifft, wäre die Überlegung mit einzubeziehen, dass der junge
Berneis kein Profi ist, der jeden Schritt kühl abwägt und starke
Nerven hat. Vielmehr verkörpert er einen im-Leben-zu-kurz-gekommenen
jungen Menschen, der Abkürzungen zum dolce vita suchte und
glaubte, sie im Mord gefunden zu haben. Er realisierte erst, dass es
„kein zurück“ gibt, als es zu spät war, Keller tauchte überall
auf und mit Mordermittlungen hatte er als Amateur keine Erfahrung.
Und wie lange die junge Weidau noch „dicht hält“, wußte er auch
nicht, da machte er „im Zugzwang“ den falschen Zug.