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1

Mittwoch, 24. Juni 2009, 00:03

Rezension

Ein wenig einfach gestrickt, wie schnell man dem Täter auf die Spur kommen konnte. Hätte der Täter nicht gerade die Schuhe entfernt? Was war das? Panik? Kann nicht sein, denn die Nachbarn und der Kneipier hielten ja dicht. Besonders beklemmend, wie Dirk Dautzenberg Fricke zu seiner Manie puscht.
Insgesamt aber in der Tat die Musik am Schluss mit dramatisch manisch-depressivem Impetus...

2

Mittwoch, 24. Juni 2009, 09:46

In den ersten 15 Minuten waren die typischen Reinecker-Dialoge wieder ganz krass. Da ging es laufend: Er sagte - ich sagte - ich sagte - er sagte...
"Ich sitze hier, saufe, denke nach und seh mir den Gierke an."

3

Dienstag, 30. Juni 2009, 20:47

Der Tennisplatz ist und bleibt mein absoluter Lieblingskommissar. Ich war damals als 12jähriger total beeindruckt und bin es immer noch. Peter Fricke spielt wirklich überragend (...sie gehen mit ihem Bild hausieren ???). Und dieser unglaubliche Schluß - wowww. Es war die goldene Zeit der Serie mit vielen guten Filmen. Aber dies ist - wie gesagt - der beste !!!

4

Mittwoch, 1. Juli 2009, 22:12

Ein Wahnsinns-Streifen ...

Hallo allerseits,

ich muss zugeben, dass ich nie ein großer Rudolf Platte-Fan war. Seine Qualitäten zeigte er in solchen Filmen, die ich mir so gut wie nie anschaue. Aber was solls. In DIESEM Film hier spielte er die Rolle des versoffenen Tippelbruders derart echt, dass einem schon fast die Tränen kommen konnten. Natürlich mußte ihm unser Kommi fast jedes Wort aus der Nase ziehen, um häppchenweise seine Schlüsse zu ziehen. Und es klappte ja auch; mühsam aber immerhin emotionsgeladen plauderte er aus dem Nähkästchen, was er wusste und was ihn bewegte.

Wer so tief gesunken ist, für den können auch Winzigkeiten noch Glücksgefühle auslösen; und wenn es eine Zigarre für 1,20 ist! Sein Freund Hugo hatte dies alles plötzlich im Überfluss incl. Spirituosen der Extraklasse. Aber er verschwieg seinem "Freund" Biebach, woher der plötzliche Reichtum kam.

Er kam von Menschen, die vom Wohlstand geblendet wurden und die Realität vergaßen. Und allen voran Peter Fricke alias Andreas Prewall. Was hat der Junge da für eine Nummer abgeliefert. Wow !!!

Wer in seinen besten Freizeitklamotten Tennis spielen geht und schräge Musik von Larry Coryell zur Entspannung hört, muss einen an der Waffel haben. Und das zeigte er uns; einschließlich dem Finale, das sich zu einer wahrhaften Orgie steigerte. Die Kamera hat derart gute Bilder von ihm eingefangen, daß ich mich frage, ob er vorher nicht doch einen Drogencocktail verabreicht bekam. Aber wer Peter Fricke kennt, der weiß, welch ein großartiger Mime er ist.

Auch Bruno Hübner überzeugte zum zweiten Mal und keiner konnte lauter schreien, als Dirk Dautzenberg. Wirklich - das Tennisplatz-Finale bleibt noch einige Zeit im Hinterköpfchen und hinterläßt auch beim wiederholten Anschauen ein flaues Gefühl in der Magengegend.

Meiner Meinung nach eine der besten Folgen vom Kommi!

LG Peter :top :top :top :kommi:
30.06.1963 - 02.09.2010

5

Dienstag, 14. Juli 2009, 00:43

Ich fand diese Folge auch sehr gut.Besonders "krass" war am Ende die Menge die am Tennisplatz war und zugeschaut hat wie Hugo Tennis spielen wollte.Sie haben Andreas Prewall richtig aufgewiegelt auf Hugo zu schießen.

6

Donnerstag, 30. Juli 2009, 20:41

RE: Ein Wahnsinns-Streifen ...

Hallo Peter,

ahh, dieses Free-Jazz Gefrickel war also Larry Coryell, eine mir bisher unbekannte Größe. Weißt du zufällig auch, wie das Stück heißt und von welcher LP es stammt? Dies ist eh meine Lieblingsszene der Folge, ein vollkommen abgedrehter Peter Fricke...
Mal was am Rande: Ich hatte immer den Eindruck, zwischen den beiden "Tennisfreunden" würde sowas wie eine schwule Beziehung angedeutet, der Vater machte auch so einen Hinweis: "Manchmal denke ich, er ist krank" oder so ähnlich.... (wir befinden uns halt in dieser Folge noch in den frühen 70ern, und die Love Parade ist noch nicht erfunden...) vielleicht aber nur eine wirre Interpretation von mir.
Es grüßt
Rudek

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rudek« (30. Juli 2009, 20:42)


7

Freitag, 31. Juli 2009, 00:25

Das Lied vom Coryell, wobei das Wort Lied in den Ohren zerrupft wird, heißt CALL TO THE HIGHER CONSCIOUSNESS.
Gruß, Teekanne
Von Landsberg bis zum Mörlenbach, winkt Kanne und sagt scheenen Häusern guten Tach

8

Freitag, 31. Juli 2009, 16:16

RE: Ein Wahnsinns-Streifen ...

Zitat

Original von rudek
Hallo Peter,

ahh, dieses Free-Jazz Gefrickel war also Larry Coryell, eine mir bisher unbekannte Größe. Weißt du zufällig auch, wie das Stück heißt und von welcher LP es stammt? Dies ist eh meine Lieblingsszene der Folge, ein vollkommen abgedrehter Peter Fricke...

Hi Rudek,

um künftigen Musikfragen vorzubeugen, empfehle ich vorab einen Blick in unsere Musikliste zu werfen. Mittlerweile sind wir so ziemlich komplett. Auf unserer Startseite befindet sich der Button "FILMMUSIK". Dann auf "Musikliste" gehen und das Herz schlägt gleich höher.

P.S.: Das Album heißt "Barefoot Boy" und ist von 1971.
Alles weitere dazu im Musikforum -> Folge 50.

Viel Spaß

LG Peter :kommi:
30.06.1963 - 02.09.2010

9

Mittwoch, 27. Februar 2019, 12:20

Wohl eher eine (etwas arg holzschnittartig geratene) Moritat in der Verpackung eines Krimis...

Die empathielosen Funktionären der Wohlfahrtsbürokratie, die beherzten Bauarbeiter, welche spontan Biebach beistehen wollen. Mit Rudolf Platte wurde die Rolle des Obdachlosen sympathisch-schutzbedürftig besetzt, etwas servil, geschmeidig - die gesellschaftlichen Eliten stechen dagegen kalt und zynisch ab. Peter Fricke als Jurastudent (die „furchtbaren Juristen“ lassen grüßen...) blasiert und arrogant, sein „Freund“ Jürgen als informeller Diener, Handlanger und weiß Gott was sonst noch. Er wird ausgehalten, bezahlt keine Miete und redet, wenn er gefragt wird.
Grandios der Showdown, der menschenverachtende Nervenkitzel mit einem „Penner“, man amüsiert sich damit, ihn vorzuführen, später, ihn auf dem Platz herumzuhetzen. Die Kneipengänger als grölende „Zaungäste“, überall fratzenhaft verzerrte Gesichter. Hier können aufgestaute Aggressionen abreagiert und der hilflose „Penner“ folgenlos kujoniert werden. Hysterisch brüllt der Mob, will ihn leiden sehen, am Schluß kaum mehr notdürftig als „Jux“ verkleidet artet es in eine „Steinigung“ mit Tennisbällen aus. Das „tanzen lassen“ zu den Pistolenschüssen mag ein Zitat aus den damals beliebten Italowestern oder aus dunklen Tagen deutscher Geschichte sein, als Hilflose auch den morbiden „Späßchen“ ihrer Bewacher ausgeliefert waren. Aussagekräftig, als die entmenschte Horde brüllt: „Knall ihm doch eine!“, „Schieß doch!“. Fricke mit schweißnassem, verzerrten Gesicht und weit aufgerissenen Augen, „vollstreckt den Volkswillen“. Der Mob urplötzlich still (herrlich Dautzenbergs Gesichtsausdruck) und schwuppdich-wuppdich weg. Nichts gesehen, nichts gehört. Nichts mitbekommen, nie dabei gewesen. Hermann Lenschau verkörpert das irritierte, anständige Bürgertum, welches nur am Rande betroffen ist, nicht dabei war und „sauber“ blieb.
Ansonsten bestechend saubere Ermittlungsarbeit, geduldig wird Mosaiksteinchen für Mosaiksteinchen zusammen getragen: Erdproben, Gespräche, spontane Aussagen („der Mann, der deinen Wagen gewaschen hat“), welche wieder vorsichtig revidiert werden (also, beschwören könnte ich es nicht...“). Interessantes Zeitkolorit: Walter vermutet im Toten einen „Penner“ (alleine bei der Formulierung würde heute „der Baum brennen“), bei Verdächtigen und Obdachlosen sparte man sich noch das „Herr“ bei der Anrede.
So gesehen, weit mehr als nur eine Krimi-Folge...