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Humorist

unregistriert

1

Montag, 6. Juli 2009, 18:46

Das Ende eines Humoristen

Hallo. liebe Kommissar-Keller-Fangemeinde,

als neues Forummitglied wundere ich mich doch etwas darüber, das besagte "Humoristen"-Folge (Nr.52) noch keinen Eurer Beiträge würdig war. Gestern lief die Folge wieder auf 3sat - für mich immer wieder faszinierend die charismatischen Darsteller Hanns Ernst Jäger und Alfred Balthoff! Natürlich wieder perfekte Schauplätze (das marode Haus, in dem Waldermann, Sorge und Wosatz leben, sehr verkehrsgünstig in Bahnhofsnähe - wie man sieht und hört - weiß jemand, ob die Bude noch steht oder wo sie gestanden haben könnte?) Der oftmals in unzähligen Münchener Krimiserien verwendete Drehort "Brückenwirt" mußte als "Gasthof in Thalkirchen" (Zitat Sorge) herhalten und ist eindeutig erkennbar - wunderschön benutzt auch in den "Derrick"-Folgen "Der Kanal" und "Ein Mörder zu wenig" - aber wo sind die Innenaufnahmen (der Saal) entstanden? Etwa im Studio? Würde mich aber bei einer RIngelmann-Produktion sehr wundern...!
Und kennt jemand die Darsteller der grantigen Kellnerin ("Gott, jetzt muß ich hier auch noch bedienen...") und des Schankkellners ("Waldermann? Wer ist denn das?")? In welchem Park ist Ursula Waldermann denn zu Tode gekommen? Sind Waldermanns mit ihrem antiken "Ford Transit" ("...ein schöner Wagen!") etwa mit Sondergenehmigung durch den Englischen Garten gebraust?
UNd schließlich: Das "Evangelische Gemeindehaus" - gab es das oder existiert es noch?
Münchener "Kommissar"-Fans werden mich vielleicht aufklären können...!

Gruß vom Humoristen

2

Montag, 6. Juli 2009, 19:15

RE: Das Ende eines Humoristen

Hallo Humorist,

erst einmal herzlich Willkommen im Forum!
:klatsch :klatsch :klatsch :klatsch


Zitat

Original von Humorist
Hallo. liebe Kommissar-Keller-Fangemeinde,

als neues Forummitglied wundere ich mich doch etwas darüber, das besagte "Humoristen"-Folge (Nr.52) noch keinen Eurer Beiträge würdig war.


"Locker durch die Hose atmen!

:grins: :grins: :grins: :grins: :grins:

Da werden sicher noch Beiträge kommen. Ich z.B. habe erst immer Montagabends Zeit, mir die Folge vom Sonntagabend anzuschauen!


Zitat

Original von Humorist
Und kennt jemand die Darsteller der grantigen Kellnerin ("Gott, jetzt muß ich hier auch noch bedienen...") und des Schankkellners ("Waldermann? Wer ist denn das?")? In welchem Park ist Ursula Waldermann denn zu Tode gekommen? Sind Waldermanns mit ihrem antiken "Ford Transit" ("...ein schöner Wagen!") etwa mit Sondergenehmigung durch den Englischen Garten gebraust?
UNd schließlich: Das "Evangelische Gemeindehaus" - gab es das oder existiert es noch?
Münchener "Kommissar"-Fans werden mich vielleicht aufklären können...!


Schau bitte auf den verschiedenen Verlinkungen nach:

http://kommissar-keller.de/
Viele Grüße

Kellner Windeck :))

Erich Lorenz über Kellner Windeck zu Robert und Walter:
:kotz "Aber sie ging nicht ins Bett. Erst musste der Kellner zu Hause sein. Wissen Sie, der wurde sehr gut versorgt hier!":kotz

3

Dienstag, 7. Juli 2009, 17:24

Strafrechtlich umstritten...

Der sich selbst betrügende Humorist war gestraft genug. Meint Ihr, der Sachverhalt des Todschlags ist hier gegeben? Für mich war das schlicht und einfach ein Unfall.
Der Unfall, naja, ich habe noch nicht recherchiert, aber ich glaube, so eine Rasenbegrenzung aus Eisen gibt es m. E. auf dem Weg von Höllriegelskreuth nach Pullach oder an der Isar vom Volksbad zur Maximiliansbrücke. Ich schaue aber nach...

4

Dienstag, 7. Juli 2009, 23:26

Für mich persönlich die Beste Folge!

Lg,

Michael
"Ist der Berg auch noch so steil, a bissl was geht alleweil!"

5

Mittwoch, 8. Juli 2009, 06:54

Eindeutig ein Unfall mit Todesfolge. Als er seine abgestandenen Witzchen vortrug war dies so tragikkomisch, daß es schon wieder zum Lachen war.
"Ich sitze hier, saufe, denke nach und seh mir den Gierke an."

6

Mittwoch, 8. Juli 2009, 16:16

Waldermanns Niedergang

Liebe Humoristen-Freunde!

Dies ist die Geschichte von einem alten Mann,
er war Humorist und hieß Waldermann.
Trat einst auf allen Bühnen auf
und kam bis nach Travemünde rauf.

Seine Tochter war stets um ihn bemüht
damit seine Hemdrose nie verblüht.
Besorgte ihm Auftritte für 20 Mark
und das Publikum klatschte auch lautstark.

Aber irgendwie raste ihm die Zeit davon.
Doch er merkte es nicht und bügelte schon
sein Hemd - da durften keine Falten sein.
Ein neuer Auftritt - oh wie fein!

Und Alfred Sorge, sein treuester Freund
machte sich Sorgen und rauchte ... einen Joint?
Aber nein, das brauchte er bestimmt nicht mehr,
denn auch er war alt und seine Visionen leer .

Und auch Ursula merkte es früh genug:
Vaters Auftritte waren schon längst ein Trug.
Und als sie ihm endlich mal "die Meinung geigte",
der Vater sich plötzlich entrüstet ihr zeigte.

Verfolgt von seinen eigenen Witzen
kam nun für ihn das große Schwitzen.
Er rannte davon und war völlig daneben,
im Zorn beendete er dann Ursulas Leben

Gemerkt hatte er das leider nicht.
Aber Trauer stand später in seinem Gesicht.
Für Erwin gibt es nie mehr einen Neuanfang,
nur noch seinen eigenen Niedergang.

Ich erhebe mein Glas auf Erwin Waldermann,
denn Hanns-Ernst Jäger zog mich ein seinen Bann!
Seine Darbietung einfach war meisterhaft.
Ob das ein anderer noch mal so schafft?

Sogar Alfred Balthoff brachte er gut auf Trab,
der schon bei „Frau Kett“ sein Debüt uns gab.
Das waren noch Darsteller aus alten Tagen,
beide längst verblichen (wollt’ ich noch sagen)

Und was gibt es sonst noch zu erwähnen:
Nichts, außer ein paar kleine Tränen.
Und die widme ich nur Herrn Waldermann,
der nie wieder einen Humoristen spielen kann.

Beste Grüße von Peter :top :trinken: :engel :kommi:
30.06.1963 - 02.09.2010

7

Mittwoch, 8. Juli 2009, 22:50

Waldermann stiess seine Tochter im Zorn und wohl im Affekt zurück, dabei stürzte sie und fiel unglücklich auf ein Eisengeländer, wobei sie wohl einen Genickbruch oder Schädelbasisbruch erlitten haben dürfte. Tötungsvorsatz hatte Waldermann m.E. nicht, er liebte ja seine Tochter und war heftig auf sie angwiesen. Nicht mal Fahrlässigkeit dürfte in Betracht kommen, hierzu hätte Waldermann den Tod der Tochter "billigend in Kauf nehmen" müssen. Das tat er sicher auch nicht. Der Vorgang dürfte daher lediglich als tragischer Unfall enzustufen sein.

Darüber hinaus eine brillante Folge. Ich kann nur Unterstreichen, was Mr. Gore so toll in Reimform gebracht hat. Ein Künstler den der Zeitgeist überrollt hat und der das nicht einsehen kann und will. Der Zeitgeist holt wohl jeden Künstler mal ein (Ausnahmen wohl Mozart & Co.) und läutet sein Ende ein. Manche haben vorher halt Glück und werden wenigstens reich, andere verschwinden wieder unbekannt und verarmt wie Kirchenmäuse in der Versenkung. Thats it.

Herzliche Grüße

8

Donnerstag, 9. Juli 2009, 20:51

Wohnung des Humoristen....

...ist das nicht der gleiche Wohnblock aus dem "Lisa Bassenge" dem Klausjürgen Wussow nackt aus dem Balkon zuwinkte..........?
mfg. marek

9

Donnerstag, 28. Februar 2019, 15:56

Rührend aus der Zeit gefallen:

der Auftritt auch beim Eisenbahnersportverein nur im Frack, er „speist“ auch im Kneipenhinterzimmer nur mit Tischdecke und verlangt die Weinkarte. Auch (oder: gerade?) ein abgetakelter Conferencier muß eben auf Formen halten, wenn es auch schon lange nicht mehr Baden-Baden ist. Er scheint die personifizierte 40er-Jahre-Revue, seine überständigen Witze und verzerrten Grimassen sind leider auch noch aus dieser Zeit. Obwohl egozentrischer Künstler, lebt er preußische Disziplin vor, Verträge werden eingehalten – komme, was da wolle. „Kein Fleck auf dem Anzug, kein Stäubchen auf den Schuhen, das Hemd makellos weiß!“. Hans-Ernst Jäger leider für die Rolle etwas zu exaltiert, immer eine Spur „zu viel“, schreit urplötzlich guttural, als wolle er eine Hitlerrede imitieren, später geht er brüllend auf Jugendliche los. Weniger wäre mehr gewesen - Rudolf Platte hätte ich in der Rolle gerne gesehen.
Alfred Balthoff hingegen zurückgenommen, aber eindringlich-präsenter für meinen Geschmack. Er hat das, was man früher „Komment“ nannte, als er die Ex-Frau seines Freundes (Hilde Weissner müßte man in Eis packen, damit sie auftaut) einläßt, zieht er routiniert das Sakko über. Alleine die Frisur ist der Hingucker, säuberlich gelegt von einem Ohr zum anderen, jedes einzelne Haar.
Skurril Dialoge: „Hier wird nach Namen gefragt, Erwin“. Wer hat jemals einen normalen Menschen so sprechen gehört?