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Kleiner Stern

unregistriert

1

Montag, 10. August 2009, 10:46

Kühler Kopf mit zwei Kugeln

Hallo Krimifans,

das war gestern Abend mal wieder eine Folge mit Stärken und Schwächen.

Das Positive vorab: Endlich mal keine direkt beteiligten „jungen Mädchen“, die irgendwelchen alten Herren mit ihrem Sex den Kopf verdrehen und gleichzeitig noch Diskussionen über soziale/familiäre/politische und sexuelle Missstände entfachen, sondern einfach mal ein Mord aus dem guten, alten Motiv Habgier. :zunge

Der Anfang des Krimis kam ein wenig Hitchcock-like daher, abgehackte Musik, das blutige Opfer, der total verwirrte, vermeintliche Täter, das Telefon ...Was dann folgte, war relativ langatmig. :schnarch Lange Ermittlungen im Büro, Diskussionen über die 54 Sekunden (über die ich mir als Nicht-Wisserin, wie die Folge ausgeht, aber auch meine Gedanken gemacht habe!) und endlich platzt der Knoten, indem das Geld gefunden wird. :klatsch

Dann wieder das übliche Schema: Die Boys fahren raus zum Ermitteln, Kommi bleibt diesmal gemütlich in der Butze, wartet des abends wie ein väterlicher Freund auf seine „Jungens“ und zum Schluss fällt ihm der Täter wie eine reife Frucht in den Schoß. Bei Dettmanns Nervenkostüm :schock: musste er auch keine Kommi-verhörtricks anwenden...

Naja, jedenfalls klingeln die Boys bei den Bachmanns und dort bietet sich das übliche Bild: Die Witwe kommt daher wie eine „schwarze Witwe“, hexenhaft, völlig unnahbar, keine Träne und quatscht in meinen Augen ziemlich dummes Zeug, so nach dem Motto „Aber ich habe ihnen doch gesagt, er ist nicht der Täter!!! Wie können Sie den armen Steinthaler so menschenunwürdig verhören?“ :lach:

Dann kommen ihre Töchter wie die dummen Gänse rein, inklusive dem dandyhaften Dettmann-Spross und benehmen sich völlig verdreht. Sind total sensationsgierig und machen sich nur über die Klamotten Gedanken. Ach herrje da hat der Reinecker aber wieder mal ein bisschen tief in der Klischeekiste „verantwortungslose Jugendliche“ gewühlt... :boese sozusagen das völlige Kontrastprogramm zum Hippiegirl aus der letzten Folge. Die Bachmann-Mädels hätten in ihrer Oberflächlichkeit wahrscheinlich gedacht, Vietnam wäre was zum Essen... :grins:

Naja und relativ schnell wurde deutlich, dass mit Dettmann-Senior was nicht stimmt. Er ist der Einzige, dem das Ganze zu Herzen geht, letztlich ist es aber wohl das schlechte Gewissen, was ihm die Knie weich werden lässt. Eine tolle schauspielerische Leistung, wie er immer wieder auf das "Reiten“ zurück kommt und damit sein eigenens schlechtes Gewissen auf den Sohn projiziert.

Schließlich legt Dettmann, dessen Nerven völlig blank liegen, im eigenen Wohnzimmer einen filmreifen Edda-Seippel-Ausbruch aufs Parkett. Er hat seinen Kindern alles gekauft was sie wollten, hat sie völlig verwöhnt und verzogen und um diesen Stad zu halten, räubert er den Chef – eigentlich den Menschen, der gut zu ihm war und alles mit ihm zusammen aufgebaut hat – aus. Auch so eine Art Beschaffungskriminalität, könnte man sagen: Er will sich vor seiner Familie keine finanzielle Blöße geben. Ihm ist unbegreiflich, wie seine Kinder so genusssüchtig und oberflächlich sein können. Aber dass er selbst daran mitgearbeitet hat, dämmert ihm erst, als es zu spät ist und dann kommt das bittere Ende.

Dieses Ende wiederum ist ziemlich, sagen wir, „eigenwillig“. Ok, ich versetze mich mal kurz in Bachmann: Mein geschäftlicher Vertrauter hat mir gerade zwei Kugeln in den Körper gejagt, hält meine Tausender in der Hand und ich bin am verbluten, hab wahrscheinlich übelste Schmerzen. Jetzt überlege ich mir noch mit kühlem Kopf einen perfiden Plan inklusive Zeithorizont (1 Minute) und gebe die Regieanweisungen („Geld in sein Büro legen“) bevor ich dann in Ruhe die Augen zumache. :nee Letztlich war es ja wirklich ein toller Schachzug von Bachmann, auf diese Art und Weise am Liebhaber seiner Frau Rache nehmen zu wollen und dafür dem anderen, dem eigentlichen Täter, die Freiheit zu schenken, aber das alles in der Todesminute zu überblicken, wenn der Körper nur noch auf Überleben eingestellt ist, finde ich wenig realistisch, obwohl die Idee selbst wirklich den Stoff für einen spannenden Krimi hergibt.

Ach ja, um zum Schluss noch mal auf die „Hausdame“ zu kommen: Ich kann immer nur staunen, dass fast alle Haushälterinnen im Kommi irgendeine psychische Klatsche haben. Während die Haushälterin vom letzten Mal einfach nur in ihren Tuchi vernarrt war und nicht ertragen konnte, dass er mit dem Hippiegirl rumschmust, war diese hier schon ne Nummer krasser. :top Wie ein Schatten steht sie in der Gegend rum, schwarz geschnürt, schmallippig, bewegt sich kaum, nur die Augen fliegen blitzschnell hin und her. Und mit einer Stimme wie aus Hitchcock-Filmen schnarrt sie immer wieder „Das weiß ich nicht“ „Das kann ich nicht beurteilen“ usw...Also ich hatte den Vollgrusel, muss ich sagen... Wundert mich, dass die Hausdamen-Gewerkschaft seinerzeit keinen Protest erhoben hat... :lach:

Obwohl, wenn ich mir das vorstelle: Tausende schwarz gekleideter, schmallippiger, augenfunkelnder Weiber ziehen durch Münchens Strassen und schnarren immer wieder: „Wir sind ganz normale Menschen...“ Haha, ich glaube München wäre heute noch eine Geisterstadt! :finger

Mit einem schnarrenden „schönen Tag“ verabschiedet sich Euer

Kleiner Stern

2

Montag, 10. August 2009, 11:12

Tolle Rezension, kleiner Stern. Danke!

Ich hab' es heute ausnahmsweise auch mal geschafft, den Kommi gleich nach dem Frühstück zu sehen und war über den titel echt erbost. Denn damit war die Katze so völlig aus dem Sack. Klar, daß "Ändi" das nicht war. Wer aber sollte ein Interesse haben, den Armen in einem Komplott fertig zu machen? Schnell war klar: doch nur das Mordopfer selbst, denn er war der gehörnte und offenbar ungeliebte Ehemann. Zuerst habe ich auf Selbstmord als Raubmord getarnt getippt. Was beim Kommi immer ginge, weil Spurensicherung findet dort im Grunde nicht wirklich statt (Schmauchspurensuche beim Verdächtigen? Wozu das?).

Aber dann machte sich Dettmann so verdächtig, daß alles klar war. Allerdings war ich von Sterbehilfe ausgegangen und so war ich dann doch ein wenig überrascht. aber eben nur ein wenig.

@ Kleiner Stern: Kennst Du "Die Pistole im Park"? Da ist Rose Renee Roth noch viel gruseliger als Haushälterin. Und auch an "Dr. Meinhardt" wirst Du Deine Freude haben, wenn Du die Folge noch nicht kennst.

Kleiner Stern

unregistriert

3

Montag, 10. August 2009, 11:24

Hausdamen

Hallo liebe Josephine,

ja, Du hast Recht, die Spurensicherung ist absolut schlampig. Da wird ohne Handschuhe alles angegrabbelt, quer durch den Tatort gelaufen etc...Also wenn sich Kommi und seine Mannen rein auf das Ergebnis der Spurensicherung verlassen müssten, wären Sie selbst die Hauptverdächtigen, weil man vermutlich nur IHRE Spuren findet. :grins:
Aber es sei den Machern verziehen, schließlich geht es ja um die Story selbst, Schicksale und Hintergründe und nicht um so technokratisches Zeugs...

Die von Dir angesprochenen "Gruselige-Haushälterinnen-Folgen" kennen ich leider nicht, dazu habe ich bisher noch viel zu wenig Kommis geschaut. Ich hoffe auf die DVD-VÖ! :top

Herzliche Grüße

Kleiner Stern

4

Montag, 10. August 2009, 16:57

1 Minute !!!

Hallo Komplott-Fans,

ja - das Ding war wieder mal ein kniffeliges Ding. Danke für die erneut so berauschende Rezension vom kleinen Stern. (Hut ab!!!)

Dettmanns Finale war in der Tat ein Feuerwerk an Emotionen und die ganze Episode konnte "im Grunde genommen" überzeugen. Die Idee mit der "1 Minute" war schlicht weg ein Knaller.

Waren es bei Edmund Stoiber noch die berühmten 10 Minuten Transrapid-Geschichte, so könnte man seine diffuse Rede durchaus auf diese Folge umfuddeln. Das würde dann so aussehen:

Wenn Sie von Steintalers Büro … mit 1 Minute … ohne dass sie Bachmann erschießen müssen, dann starten sie im Grunde genommen am Schreibtisch von Steintaler…am Telefon von Steintaler in München starten sie ihren Flug.

1 Minute … schauen sie sich mal die großen Büros der Fa. Bachmann an, wenn sie vom Büro, oder sonst wo … äh Charles De Gaulle in Frankreich, äh in Rom …. äh wenn sie sich mal die Entfernung ansehen, wenn sie Bachmann sich ansehen, dann werden sie feststellen, dass 1 Minute … sie jederzeit locker im Büro Steintaler brauchen, um das Geld zu finden.

Wenn sie vom Flug-, vo-vo-vom Hauptbüro starten … sie steigen in das Büro Bachmann ein … sie gehen mit ihren Schuhen in 1 Minute über die Treppe Franz Josef Strauss … dann starten sie praktisch hier bei Steintaler in München … Das bedeutet natürlich, das das Hauptbüro im Grunde genommen näher an die Steintalers heranwächst … weil das ja klar ist, weil bei den Bachmanns viele Linien aus Reineckers Drehbuch zusammenlaufen.

Bo Ey - Ob Edmund die Komplott-Folge kennt und das hier lesen wird?

LG Peter :lach: :top :sauf: :kommi:
30.06.1963 - 02.09.2010

5

Montag, 10. August 2009, 18:29

Das war jetzt obercool...LOL... Mir gefällt besonders, wie Du den unabsichtlichen Irrsinn von "10 Minuten" auf diesen Fall überträgst... genaus abwegig - toll erkannnt. Danke!

6

Dienstag, 11. August 2009, 21:42

Dettmann ist genauso eine tragische Figur wie Lansky, der auch bald in Aktion treten wird. Der machte das ja auch alles für seine Familie.
"Ich sitze hier, saufe, denke nach und seh mir den Gierke an."

7

Montag, 14. September 2009, 17:36

Nochmal BACHMANN & Co.

Hallo ÄNDY-Fans!

Bezüglich der Ermittlungsarbeiten zur Feststellung des Täterkreises fiel mir auf, dass überhaupt nicht das restliche Personal der Fa. Bachmann befragt wurde. Sonderbarerweise gab es ja außer dem Chef und 2 Mitarbeitern niemand sonst in diesem Großbetrieb!?!

Dieser bestand also lediglich aus Bachmann sen., seinem Prokuristen Dettmann und Herrn Steintaler. Kaum vorstellbar bei einem mehrstöckigen Bürogebäude. Der Bargeldbestand im Tresor (ca. 50.000,--), der für größere Auszahlungen gedacht war, schien demnach wohl für externe Mitarbeiter wie z.B. Vertreter o.d.gl. gedacht. Aber auch hier konnte der Zuschauer niemanden finden oder in Erwägung ziehen.

Diese Ungereimtheit läßt mir einfach keine Ruhe und es ist schon erstaunlich, dass sich seinerzeit im Drehstab niemand darüber Gedanken gemacht hatte bzw. diesen "Fehler" bemerkte.

Es gab bei Reinecker zwar schon einige Absurditäten, die der Regisseur entsprechend umsetzte. Aber DAS KOMPLOTT lässt diesbezüglich viele Fragen offen.

Wie seht Ihr das?

LG Peter Dettmann :schock:
30.06.1963 - 02.09.2010

8

Dienstag, 7. Mai 2019, 14:57

Ein Blick in die Zukunft?

Hinter
der eher üblichen Story in gehobener Gesellschaftsschicht mit
nichtsnutziger Nachkommenschaft, denen auch der Mord am eigenen Vater
die Freude am Reiten und das Interesse für Kleider nicht austreiben
kann und „unmöglichen“ Familienverhältnissen, ist vor allem
interessant, wie der aufstrebende, „networkende“ und siegreiche
Typus „Andreas Steintaler“ seinen gesellschaftlichen und
wirtschaftlichen Siegeszug antritt, während der loyale Typus „Kurt
Dettmann“ langsam ausstirbt. Seine Loyalität (20 Firmenjahre, seit
Anfang an dabei) und Treue machen ihn in den beginnenden 1970ern
langsam zum Dinosaurier, vom karrierfördernden Verhältnis von
Steintaler zu Frau Bachmann bekam er nichts mit, hielt so etwas
vermutlich für gar nicht vorstellbar. Er hält auf Konventionen,
fühlt das Unangemessene, gerade am Tag nach dem Leichenfund Sport zu
treiben und verachtet wohl seinen Sohn, der wohl ebenso zielbewußt
„Kontakte pflegt“, um voranzukommen. Leopold Rudolf verkörpert
den Typus ideal, der seine Pflicht treu erfüllt, auch wenn er weder
seine Umgebung achtet noch seine Rolle überhaupt überblickt. Etwa,
wenn er (als sich selbst verleugnender Diener) völlig überfordert
das Begräbnis organisieren soll, obwohl er weder die auszugebende
Summe noch den von der Witwe erwarteten Umfang kennt, aber: „Man
hat es mir aufgetragen, ich soll ihn beerdigen“. Nur eines weiß
er: dies wäre die Aufgabe der Familie gewesen, nicht seine.
Vermutlich als Buchhalter hochgearbeitet, ist er völlig perplex, als
sein Sohn beim Sargkauf verkündet, Geld spiele hier keine Rolle –
wobei dieser vermutlich sogar sehr recht hatte.


Dettmann
ist der einzige, der sichtbar über den ermordeten Firmeninhaber
trauert, er hat mit ihm im „Wirtschaftswunder“ der 1950er die
Firma aufgebaut, mit den „altdeutschen Tugenden“: Disziplin,
Fleiß, Treue. Alles nichts mehr wert, bei der Frau des Chefs ist
„alles abgestimmt auf Lebensgenuß“. Selbst Robert kann das
Ausmaß dieser Trauer nicht nachvollziehen, der Kommissar schon,
bemerkenswert, dass er Herrn Dettmann im Büro selbst aus dem Mantel
hilft und ihm den Hut abnimmt -eine Respektsbekundung, wenn man so
will.


Grandios,
als Dettmann schweigend weggeht, als Frau und Kindern fröhlich
rätseln, der wohl seinen verehrten Chef umbrachte. Rudolf legt einen
Abgang mit Würde hin, kapselt sich vor einer Umwelt ab, die er nicht
mehr versteht (und sie ihn wohl auch nicht). „Willst du nicht
endlich die Stiefel ausziehen?“, alleine der Satz an den Sohn macht
klar, wie sehr er unter seiner tumben Familie leidet: den ignoranten
Filius („habe Frau Bachman gesehen und gleich gesagt: Beileid und
so weiter...“), der geschäftstüchtigen Frau („Er muß doch die
Reitstunde bezahlen, so oder so...“). Geradezu verzweifelt legt er
vor der Polizei dar, wie materialistisch seine eigene Familie ist:
volle Kleiderschränke, Swimming-Pool, Auto, Stereoanlage. Da fragt
die Frau entsetzt: „Können Sie mir sagen, worum es hier denn
geht?“






Der
Typus Steintaler hingegen beherrscht heute „gefühlt“ als
egomanischer Soziopath die Szene, ob in männlicher oder (vor allem?)
weiblicher Ausführung: keinerlei moralische Hemmungen, absolut
ich-fixiert und karrieregeil, auch beischlaf-freudig, so es dem
Fortkommen dient. Jedes Treuebekenntnis hat ein sehr kurzes
Haltbarkeitsdatum („Stand jetzt“ sozusagen) und wird obsolet,
wenn ein besseres Angebot - ob beruflich oder privat – kommt, dann
hat sich „die Sachlage geändert“ und man muß sich eben „neu
orientieren“. Herr Steintaler löst die Beziehung zu Frau Bachmann
dann auch, als diese mehr Probleme bereitet, als sie zu lösen
verspricht, kurz, schnell, endgültig.






Die
Auflösung scheint doch etwas konstruiert, gerade die
„Komplizenschaft“ des Opfers und dessen Fürsorge für den Mann,
der ihn gerade bestohlen und angeschossen hat, wirkt überzogen.

9

Mittwoch, 8. Mai 2019, 19:08

Ich habe die Folge gestern zufällig erneut gesehen und muss sagen dass das Ende fast genial ist. In dem kurzen Zeitraum welches das Opfer bis zu seinem Ableben zur Verfügung hatte zeigte sich ganze das Format welche seine Hausdame besonders hervorhob.
Alles konstruiert könnte man die auffällige ratio bezüglich seines Handelns im Angesicht des Todes bezeichnen. Man könnte es auch als ein Befreiungsschlag der jahrelang unterdrückten Verachtung gegenüber steintaler bezeichnen. Hätte Dettmann die Person erkannt hätte er mit hoher Wahrscheinlichkeit niemals den tödlichen Schuss gelöst. Letztendlich wurde Dettmann Opfer seiner eigenen persönlichen charakterlichen Schwäche. Mit der Schuld hätte er über früher oder lang nicht länger unbehelligt den inneren Frieden gefunden. Die Folge ist auch insofern zeitlos wie man an den Jugendlichen Reiter Göhren sehen kann mit welcher Oberflächlichkeit sie sich durch das Leben mogeln ohne jegliche Eigenverantwortung. Die verschiedenen Charaktere wurden durch die Besetzung besonders gut hervorgehoben. Keller Andernach Analyse der Fakten wer der Täter sein könnte und man spürte dass es geradezu eine Erleichterung für Dettmann war das Geschehene dem Kommissar wie gegenüber einem Geistlichen zu beichten. Das anfangs zitierte Format wurde somit in der Endphase überdeutlich und machte die Folge äußerst sehenswert.