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1

Montag, 31. August 2009, 01:36

Folge 59: Rezension "Pajak & Co."

Werte aufmerksame Fans,

wie sagte Kommissar Keller am Ende:

"Tja, der Fall ist gelöst. Wir haben den Mörder"...

Auf diesen Fall, der dieses Mal nicht unbedingt einer Maria-Schell-Show glich, werde ich zu gegebener Zeit noch einmal genauer eingehen. Zuvor aber 2 wichtige Dinge, die mir aufgefallen sind:

Außer dem Mörder haben wir noch jemanden:
Einen Darsteller, der den Gast von Mutter Winter spielte. Wer prügelte denn da auf die arme Frau ein und suchte dann schnellstens das Weite?

Ich kann mir nicht helfen, aber diese Visage bringe ich auch ohne den nötigen Alkoholkonsum mit einem Herrn in Verbindung, der mich ganz stark an den "Zollfahnder Kressin" erinnert. Leider hab ich z. Zt. keinen passenden Screenshot zur Verfügung. Aber wenn mich meine Augen und meine Sinne noch nicht verlassen haben, würde ich schwören, Sieghard Rupp erkannt zu haben.

Und dann haben wir noch jemanden:
Ein Titel, der da aus dem Radio von Karin W. trällert, der bis dato noch nicht in unserer Musikliste aufgeführt ist. Ja - es gab außer "Delta Lady" noch einen weiteren Titel zu hören. Aber dazu mehr im Musikforum...

Es grüßt Euch der aufmerksame Peter :kommi:
30.06.1963 - 02.09.2010

2

Montag, 31. August 2009, 11:01

Leider hat mein Rekorder nur die Hälfte aufgenommen, aber mir war ja schon im ersten Moment klar, daß nur die Pajak die Mörderin sein konnte: hochkarätigst besetzte Rolle und zu deutlich wurde klar, daß sie im Augenblick des Mordes dort in der Nähe gewesen sein mußte. Denn sie kam ja in dem Moment zur Tür rein, als Karin starb. Das passte perfekt. Leider war damit auch die Spannung weg. Motiv? Zuerst dachte ich, Karin hätte mit ihrem Sohn angebandelt. Kurz darauf dann, daß der Bruder das Motiv liefert. Und irgendwie so wird es ja gewesen sein (habe das Ende ja leider nicht gesehen, nur hier nachgelesen).

Nervig vor allem, daß man die ganze Zeit das Gefühl hat, als hätte der Kommissar das Drehbuch gelesen und könnte deshalb auf Ermittlungen im üblichen Sinne weitestgehend verzichten. Stattdessen schauen vier doch eher gutbesoldete Staatsdiener zu, wie sich unendlich langsam und schleppend ein beziehungsdrama entwickelt, das mit dem Mord zunächst mal wenig zu tun hat. Da werden nicht Zeugen gesucht, die ebenfalls aus der Straßenbahn ausgestiegen sind und vielleicht etwas gesehen haben könnten. Nein, wie gefesselt von dieser seltsamen Hausgemeinschaft bleibt der Kommissar dort und sieht zu wie eigentlich nichts geschieht. Nur gut, daß der Mörder in diesem Haus zu finden war, sonst frage ich mich, wie er diese Art der Ermittlungen im Tätigkeitsbericht erklärt hätte. Oder gab es sowas damals noch nicht?

Naja, ich freue mich halt auf nächste Woche....

AD Skinner

unregistriert

3

Freitag, 4. September 2009, 09:52

Das dunkle Vorleben der Else Kling

"Frau Pajak hatte ganz Recht, zur Pistole zu greifen, aber sie hat die Falsche erschossen. Mutter Winter hätte als Schuldige dran glauben müssen." Das war am Morgen danach in der großen Pause Konsens zwischen mir und meinen Mitschülern. (Damals war der Samstag noch, bis 12.00, ein Schultag, da konnte man das, was man Freitagabend gesehen hatte, gleich gemeinsam verarbeiten.) Wir waren gerade mal dreizehn, neigten zu einfachen Lösungen und hielten zu Karin W., die uns noch am Nächsten stand. Meine Eltern fanden das bedenklich.

Da hatten sie Recht, denn in diesem Mietshaus des Horrors gibt es nur Verlierer. Die Frau, die einmal gefallen ist (Volker!), und die das nächste Desaster mit allen Mitteln verhindern will; die Frau, die nach dem Tod ihres Mannes völlig aus dem Tritt geraten ist; ihre Tochter, die mit der Situation völlig überfordert ist; das arme Würstchen, das zwischen drei Frauen und dem eigenen Hormonspiegel nicht mehr weiß, wo oben und wo unten ist.

Ich hatte die Episode seit der Erstausstrahlung nicht gesehen und war skeptisch: Ich wußte, wers war; Simone Rethel kullert mit den Augen und nervt; Maria Schell... Maria Schell ist Maria Schell. Und ich wurde sehr angenehm überrascht. Überzeugend und ohne Theatralik inszeniert, so gut wie keine Reineckerschen Gaga-Dialoge. Vor allem die Szenen zwischen Ida Krottendorf und Simone Rethel fand ich toll. Und Simone Rethel nervt nicht, sondern spielt großartig.

Das Grundprinzip der Serie ist, daß ein Mordfall vom Chef wie ein Text gelesen und gelöst wird. Zeugen von außen oder die Ergebnisse der fleißigen Herren von CSI:Munich spielen nie die entscheidende Rolle. Das funktioniert bei klassischen Kammerspielen wie im SCHWARZEN DREIECK. In dieser Episode ist es ziemlich unglaubwürdig. München 1973 ist nicht South Central 2009, wer seine Nachbarin auf offener Straße erschießt hat da bestimmt Aufsehen erregt. Da gab es sicher Zeugen.

Der unbekannte Betrunkene (und Lieferant der Tatwaffe) war sicher nicht Sieghardt Rupp. Ein solches Cameo würde Humor, Selbstironie und allgemeine Entspannheit voraussetzen, und von all dem gibt es beim ZDF, bei Ringelmann und bei Reinecker nicht die geringste Spur. Sowas hätte die Zuschauer nur verstört!

Einen schönen Auftritt dagegen hat Annemarie Wendel, später als Else Kling 21 Jahre lang die Geißel der LINDENSTRASSE. Frau Strauss (Annemarie Wendel war bekennende CSU-Wählerin!) hält nichts von den modernen Methoden ihrer studierten Vorgesetzten. Das überzeugt. Frau Strauss/Frau Kling trauert den Zeiten nach, als sie ihre ersten Schritte im Beruf machte, als die Aufseherinnen noch fesche Uniformen trugen, und die Insassinen dezent Gestreiftes...

4

Samstag, 5. September 2009, 22:47

Im Dunkel der Nächte...

Zitat

Original von AD Skinner
Der unbekannte Betrunkene (und Lieferant der Tatwaffe) war sicher nicht Sieghardt Rupp. Ein solches Cameo würde Humor, Selbstironie und allgemeine Entspannheit voraussetzen...

Hallo allerseits,

Dieses CAMEO hat ja auch kaum mehr als 5 Worte gesagt: "Warum machst Du kein Licht?" Zugegeben, die Stimme klang sogar ein wenig nach Hannes Gromball (Opa Krempel in 'Krempoli'), aber sein Aussehen hätte auch ein Blinder mit einem Krückstock erkannt.

Die Ähnlichkeit des unbekannten Darstellers zu Sieghardt Rupp ist irgendwie verblüffend. Man achte mal auf die typische Frisur, Scheitel und leichte Koteletten:



Der Körperbau passt auch. Und nun Herr Rupp 1974 als "Kressin" und im Film "Wer stirbt schon gern unter Palmen":



Sieht doch sehr verdächtig aus, oder? Ich würde ihn ja gerne selbst fragen, ob er es war, aber außer dem Golfplatz möchte er niemanden in seinem Leben mehr sehen. Zu sehr hat er sich der Menschheit nach seinem damaligen Selbstmordversuch verschlossen. Schade.

Also - Wie schauts? Könnte er es gewesen sein?

LG Peter :schock:
30.06.1963 - 02.09.2010

5

Sonntag, 6. September 2009, 10:50

Die Rolle als Kressin kam doch nach dem Kommi - oder? Von wann war denn die Folge? Nach dem Kressin hat er ja dann auch noch in drei Derricks mitgespielt.

6

Sonntag, 6. September 2009, 15:38

Hey Jo(e)!

Das lässt sich sehr leicht feststellen, in dem man z.B. mal in der IMDB nachschaut ...

LG Peter :zwinker:
30.06.1963 - 02.09.2010

7

Montag, 7. September 2009, 02:55

Zitat

Original von Josephine
Die Rolle als Kressin kam doch nach dem Kommi - oder? Von wann war denn die Folge? Nach dem Kressin hat er ja dann auch noch in drei Derricks mitgespielt.


Und bei Peter Strohm spielte er einen Gauner, bei dem eingebrochen wurde, er beauftragte Strohm, die Täter in Wien zu schnappen.


Klick

Beste Grüße
André

vom 11 bis 16.09. in Wien!
Beste Grüße
André

AD Skinner

unregistriert

8

Freitag, 18. September 2009, 08:43

Laut IMDB ist Sieghardt Rupp in dieser Episode nicht dabei, ist aber kein schlüssiger letzter Beweis: Gerade im deutschen Bereich fehlt da schon mal was. Die Rolle der Sexmaschine der Kölner Zollfahndung hat Rupp von 1971 bis 1973 zehnmal gespielt, also vor dieser Episode oder gerade noch zeitgleich. Nicht zu vergessen, schon in den Sechzigern war Rupp ein ziemliches Kaliber im deutschen und europäischen Kino. 1964 war er in FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR Gegenspieler von Clint Eastwood. (Und am Ende tot, selbstverständlich)

9

Sonntag, 10. Januar 2016, 16:34

Hart inszeniert: Der Tod von Karin W.


Das Leben war nicht gut zu ihnen: Drei gescheiterte Menschen richten einen Vierten zugrunde: Brilliantes Drama, perfekt besetzt, eine der Top-Folgen.

Zur Dramaturgie und den fehlenden Zeugenbefragungen:
Ich unterstelle Herrn Keller als altem Hasen einfach mal den guten Riecher, das untrügliche Gespür, wo er den Mörder suchen muss: Irgend etwas stimmt nicht mit dieser Hausgemeinschaft! Die Mutter scheint der Tod ihres Kindes weniger zu beschäftigen, als die Etage, in der Pajak seine Anzüge verwahrt - der Tod als Kollateralschaden, der immerhin dazu beitragen kann, die Verhältnisse wieder zurechtzurücken. Und diese Wohngemeinschaft der beiden unverheirateten Mittvierziger, Bruder und Schwester mit dem halbwüchsigen Sohn ("Ich bin unehelich") mutet gleich zu Beginn einfach zu merkwürdig an. Ich hätte eigentlich nur noch darauf gewartet, dass der kleine, uneheliche Ralf als Inzestprodukt präsentiert wird (by the way: Gibt es in diesem Haus nur die beiden Mietparteien, die wir sehen, und sonst niemanden?)

Also: Wegrationalisieren unwichtiger Handlungselemente und Konzentration auf das Wesentliche.
Was hätte eine Befragung von Zeugen auf der Straße jetzt konkret für die Spannungsdramaturgie gebracht? Wir sehen diese Unsitte ja in fast jedem Tatort; hier noch ein Verdächtiger, da noch eine sinistre Figur. Dann wird auf Teufel komm´ raus eine Nebenhandlung installiert, die mit dem Fall nichts zu tun hat, nur um das Ding auf 90 Minuten zu bekommen. Gerade habe ich mich - nur ein Beispiel - wieder über Bienzles "Hannelore" aufgeregt, die in jeder Folge mindestens 10 Minuten rumnervt. Sowas nenne ich langweilig, aber es entspricht dem Zeitgeist (oder soll ich besser sagen: Quotengeist), und man scheint einfach nicht mehr daran vorbeizukommen.


Die Tochter ist in der engen Wohnung eigentlich nur noch im Weg. Derangiert, mannstoll und selbstsüchtig: Anna Winter (Ida Krottendorf).


Er will eigentlich nur spielen, versucht, mit Hundeblick Verständnis zu erbetteln und bekommt nicht mal einen Knochen: Otto Pajak (Harald
Leipnitz)


Dieses Treppenhaus mit dem schmiedeeisernen Geländer hat was. In Folge 63 sehen wir es (vermutlich) wieder.


Nicht Zollfahnder Kressin: Der unbekannte Frauenpeiniger.
Beutelwolf, übernehmen Sie!
"Also, wenn sie mich fragen - Bigge war´s"

10

Dienstag, 12. Januar 2016, 23:42



Nicht Zollfahnder Kressin: Der unbekannte Frauenpeiniger.
Beutelwolf, übernehmen Sie!

Also, den führe ich in meiner DB als Gerhard Einert.
Hier ein paar Bilder von ihm aus anderen Filmen (5te Kolonne, Ehepaar such gleichgesinntes, Kommissar Freitag)

11

Dienstag, 14. Mai 2019, 14:35

Zweikampf der Diven

Neben
den Egos zweier Diven bleibt in dieser Folge leider wenig Platz für
Andere oder Anderes. „Die Krottendorff“ nutzt so gut wie möglich
die Gelegenheit, elegisch mit starrem Blick in die Weite zu agieren
und quengelig zu sein. Klar, dass „die Schell“ da durchgehend mit
verschränkten Armen dasteht, biestig reagiert und den armen Harald
Leipnitz drangsaliert. Der kommt, wenn nach ihm gepfiffen wird und
setzt sich brav, wenn er dies geheißen bekommt, Wera Frydtberg
psychologisiert vor sich hin und Simone Rethel guckt meistens
verschreckt und spricht wie eine Achtjährige.


Nur
ein kleiner hysterischer Weinkrampf am Ende wird „der Schell“
zugestanden – da wird sie natürlich handgreiflich... ;-)







Diese
Überlegungen lenken einen vom Inhalt der Folge ab: Mißbrauch einer
Minderjährigen, verkuppelt von der eigenen Mutter – da wird mir
speiübel.