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1

Dienstag, 27. November 2012, 19:18

Treffen 2013

Hallo Freunde!
Auf der Startseite www.kommissar-keller.de steht es schon:
Das Treffen unseres Freundeskreises findet 2013 im Mai statt.
Freitag 10.5. die Auftaktveranstaltung,
Samstag 11.5. die Schauplatz-Bustour mit Einkehr in einem Lokal, am Abend dann die Hauptveranstaltung,
Sonntag 12.5. ein Weißwurstfrühstück im Augustinerkeller für diejenigen, die nicht schon Früh abreisen.

Die genauen Zeiten werden noch genannt.
Unter Vorbehalt: Freitag 18 Uhr wie gehabt im Bürgerheim (Schauplatz mehrerer Folgen),
Samstag wie gehabt um 10 Uhr vor dem Polizeipräsidium Treffen zur Bustour,
Samstag-Abend die Hauptveranstaltung, da wird noch ein Ort überlegt.

Ein ausführliches Programm folgt.

Für die neu hinzugekommenen Leute:
Wir sind kein Verein, jeder kann mitmachen. Die Anreise und die Unterkunft organisiert jeder für sich.
Jeder trägt seine Spesen selber.
Es fallen nur Kosten für den Bus und einer evt. Saalmiete an, die wir dann auf alle Teilnehmer umlegen.
Beste Grüße
André

2

Donnerstag, 29. November 2012, 01:23

Hallo die Herren Moderatoren!
Ich habe mich in letzter Zeit mit vielen Krimifreunden unterhalten, auch wegen dem Kommitreffen, und zusammengefasst ist das Ergebnis, das auch meine Meinung ist: Vielleicht sollte man darüber nachdenken, das Treffen vom reinen Kommissar auszuweiten auf ein Treff zum Thema Münchenkrimis allgemein, da die Vernengung auf die eine Serie doch Abnutzungserscheinungen zeigt...es wurde so ziemlich jeder aspket von der Musik über die Mitwirkenden und Drehorte ausgiebig behandelt, ich denke es wäre an der Zeit, auch die Fans von z.B. Derrick oder Tatort ins Boot zu holen - was die Bustour thematisch erweitern würde als auch die Auswahl an einzuladenden Promi-Gästen.

Die Örtlichkeiten: das Bürgerheim hat sich als Lokal bewährt, aber vom Hofbräuhaus würde ich eher abraten, die Atmosphäre dort fand ich etwas hohl. Weiterhin finde ich, sollte man darauf achten, dass eventuelle Promigäaste weniger von den Kirmifreunden abgeschottet werden, was haben die Gäste davon, wenn z.B. ein Harald Vohwinkel oder ein Schauspieler im separaten Kreise zusammensitzen, und die interessierten Krimifreunde nicht genügend dazu kommen, in die Gespräche mit ihnen zu kommen. Das fiel mir beim vorletzten Treff negativ auf....einige MOderatoren platzieren sich neben die Stargäste und schotten diese von den anderen teilweise ab.

Für die Bustour würde ich eine Runde Haidhausen und die Au vorschlagen, dort ist vieles noch in altem Zustand und wir haben eine Unmenge Drehorte...wobei auch die Freunde von Isar12 oder Tatort oder Kommissar Freytag viel zu sehen bekämen. Z.B. Blofeld hatte ja danach gefragt, man könnte vielleicht sogar den Leiter Stadtteilmuseums für eine Führung gewinnen, er ist sehr begeistert von all diesen Dingen und ich stehe mit ihm in Kontakt.

Für das Rahmenprogramm am Samstag wäre ein ungezwungenes Krimiquiz eine Möglichkeit, immer gut für die Stimmung und die Teilnehmer würden einbezogen werden.

Nachtgrüsse, Teekanne
Von Landsberg bis zum Mörlenbach, winkt Kanne und sagt scheenen Häusern guten Tach

3

Freitag, 30. November 2012, 09:32

Ich kann mich in puncto Tatort und Derrickfreunde nur anschliessen. Derrick und Kommissar sind für mich eins, denn Schauspieler, Drehorte, Drehbücher und Dialoge kommen in beiden Serien vor. Viele Tatortfolgen wurde ebenfalls in München gedreht, auch wenn z.B. Essen draufsteht.
Also warum nicht darüber nachdenken!

Au wäre auch mein Favorit. Man denke da nur an diese herrliche Kneipe in der Sammtstraße aus der Derrickfolge "Auf eigene Faust". Da hat sich in der Tat kaum etwas verändert.
nicht weit weg gäbe es den Papierblumenladen u.vm....

Vielleicht hat der ein oder andere noch Andenken, Fotos, Autogrammkarten usw.? Ich Besitze z.B.eine Ansichtskarte von 1972 aus München mit den Unterschriften von Rudolf Platte und Erik Ode beim "Tennisplatzdreh". Ich würde es toll finden wenn es da noch mehr zu sehen gibt!

Ein Krimiquiz könnte ich mir auch gut vorstellen. Wir kennen ja wohl Folgen auswenig, oder?
Wie wäre ein Treffen beim Brückenwirt in Grünwald? Das Essen ist gut, Platz wäre dort auch im großen Saal, und als Drehort taucht er sehr oft auf.

Viele Grüße

Prewall

4

Freitag, 30. November 2012, 20:19

Hallo lieber Prewall! Danke für die Unterstützung in sachen Krimierweiterung - im Übrigen finde ich, dass der BRÜCKENWIRT eigentlich die ideale Gaststätte für das Treff wäre, was Flair und Wiedererkennwert angeht. Das Problem könnte evtl. die Logistik sein. Aber der Brückenwirt ist super.
Viele Grüße, Teekanne :)
Von Landsberg bis zum Mörlenbach, winkt Kanne und sagt scheenen Häusern guten Tach

5

Samstag, 1. Dezember 2012, 13:37

Beim Brückenwirt waren wir doch schon.
Was Tatort und Derrick Schauplätze angeht, interessieren sie mich eigentlich weniger. Derrick geht sowieso vollkommen an mir vorbei.
Nur meine Meinung.
Gruss, Joachim
Gibts hier Nutten ?
Folge: "Die Kusine"

http://www.youtube.com/watch?v=hDtjS148dNI

6

Samstag, 1. Dezember 2012, 16:30

Ich finde auch, dass wir es beim Kommissar belassen sollten. Es sind nur wenige, die sich auch für die anderen Serien interessieren. Für die Derrick-Schauplätze sollten die Verantwortlichen des Derrick-Fanclubs mal was in die Wege leiten.
Als Ziel für die Busfahrt würde ich den Postwirt in Sindelsdorf vorschlagen. Super Schauplatz und astreines Essen. Auf dem Weg dorthin werden sich sicher noch einige andere Schauplätze finden lassen.

Gruß
Harry :kommi:

7

Samstag, 1. Dezember 2012, 20:52

Mir geht es wie Harry und Jojo, ich gucke zwar Derrick, Köster, Veigl usw, aber beim Treffen sollten wir beim Kommissar bleiben. Ich habe Mails bekommen, dass Kommissar-Freunde abspringen würden, sollte es nun unübersichtlich werden. Es besteht da kein Interesse, jetzt als "Freundeskreis Münchner Krimiserien" aufzutreten. Gerne können sich die Krimispezialisten zu einem eigenen Treffen zusammenfinden, ich würde dann nicht teilnehmen, weil mir in erster Linie "Der Kommissar" am Herzen liegt. Ich bin ja schon froh, dass es nach vielen Jahren endlich geklappt hat, dass sich die Kommissarfreunde zusammenfinden.
Beste Grüße
André

8

Samstag, 1. Dezember 2012, 22:31

Gasthof zur Post Sindelsdorf

Ich glaube, Schauplätze draußen sind besonders. Man könnte den Bahnhof Wolfratshausen mitnehmen - Tod des Geigenspielers und dann über die A 95 zum Mittag nach Sindelsdorf fahren. Für die Innenstadt braucht man gar keinen Bus zu mieten, es muss sich ja ein wenig lohnen. Derrick-Sachen könnte man ja auch mitnehmen, nicht aber zum Schwerpunkt machen.

9

Sonntag, 2. Dezember 2012, 10:22

Ich habe Mails bekommen, dass Kommissar-Freunde abspringen würden, sollte es nun unübersichtlich werden.

Von mir hast du zwar keine Mail bekommen, aber ich würde ähnlich handeln.
Man kann es machen, wie Prediger es schreib: Höchstens mal einen "bedeutenden" Schauplatz eines anderen Krimis einbauen, wenn er mal am zufällig Weg liegt.
Gruss, Jojo
Gibts hier Nutten ?
Folge: "Die Kusine"

http://www.youtube.com/watch?v=hDtjS148dNI

10

Sonntag, 2. Dezember 2012, 12:52

Auf dem Weg nach Sindelsdorf könnten wir einen Halt in Höhenried machen und sehen, was vom Segelbootmord und von den Traumbildern noch übrig ist.

Gruß aus verschneitem Westfalen

Harry :kommi:

11

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 00:52

Keine Ahnung, warum das Thema als geschlossen betrachtet wird, ich finde nicht, dass es ausdiskutiert wurde, aber von mir aus...gehen wir dabon aus, wir machen nur Kommissar, dann schlage ich vor, das Programm am Samstag so zu gestalten, dass es etwas interaktriver gestaltet wird als zuletzt,so dass die Anwesenden an dem Programm aktiv beteiligt werden, also nicht Filmausschnitte zeigen, die jeder eh kennt, sondern etwas aufgelockerter, beispielsweise eine Diskussionsrunde über ein Kommithema, an dem sich alle beteiligen können oder das von mir schon angeregte Kommisar-Quiz a la Wer Wird Kommissarmilionär etc. - der Prediger hat z.B.auf Facebook das Buch Reineckerland ins Spiel gebracht, vielleicht wäre es interessant, über die Rolle Reineckers, seine Drehbücher angesichts seiner Vergangenheit und das Weltbild dahinter zu sprechen. Das nur als Beispiel - ich denke, die meisten kennen alle Folgen, die üblichen Geschichten sind auch durch, also warum nicht ein bisschen variieren, da das letzte Treffen, an dem ich nicht teilnahm, in den Augen der meisten Berichte leichte Abnutzungserscheinungen aufwies.
Gruß, Teekanne
Von Landsberg bis zum Mörlenbach, winkt Kanne und sagt scheenen Häusern guten Tach

12

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 10:23

Ich finde es schade, dass Derrick einfach ausgeklammert wird.

Das Thema Reineckerland ist sehr komplex, hat mir aber die Augen geöffnet. Reinecker hat seine Erlebnisse in der Serie verarbeitet. So wie gesagt wurde, gestand er niemals seine eigene Schuld im Krieg ein, doch hielt er der Gesellschaft in den 70ern den Spiegel vor und sich selbst auch. Die Mordmotive des Krieges wurden 1:1 auf den "Kommissar" übertragen. Das Massenmorden in diesem grässlichen Krieg diente ja nicht nur einer großen Sache, sondern weckte die niedrigen Instinkte des Menschen. Auch nach dem Krieg ging das Morden weiter, doch die Motive bleiben. Das tolle an Reinecker ist, dass er ein breites Publikum erreichte und die Gesellschaft somit verändern konnte, sofern sie das zuließ.
Das die Gesellschaft auch 1972 noch nicht geheilt war, meines Erachtens weil der Krieg nie richtig aufgearbeitet wurde, zeigt sich eindrucksvoll an der Folge "Tennisplatz". Ich bin sicher, die Geschichte von Prewall und den Dorfbewohnern hat den Ursprung in den Kriegsjahren.
Hier wäre interessant, wenn etwaige "Promigäste" dazu etwas sagen könnten.

Interessant wäre auch über die verschiedenen Gesellschaftsgruppen zu sprechen, die immer wieder von Reinecker in Schubladen gesteckt werden. So sind Trompeter immer melancholische Verlierer und Kinder, denen ein Elternteil fehlt, neigen dazu irrationale Dinge zu tun. (Siehe "blinde Spiele")

Teekanne, wie könnte denn eine "Wer wird Kommissar" Frage aussehen? Ich finde die Idee gut, Wie sieht's bei den Anderen aus? Jeder könnte doch Fragen in der Jauchschen Art formulieren, und beim Treffen in einen Topf werfen.

Viele Grüße

Prewall

13

Freitag, 14. Dezember 2012, 09:14

Hallo Prewall!

Derrick wird nicht einfach ausgeklammert, er gehört einfach nicht zum Treffen des Kommi-Freundeskreises. Wenn er trotzdem am Rande der Ereignisse erwähnt wird, liegt es daran, dass wir auf unserer Tour zufällig an einigen seiner Drehorte vorbei kommen!
Wer ein Derrick-Treffen will, sollte das mal im Derrick-Fanclub anrühren. Geredet wird schon lange davon...!

Zum Thema Kommissar-Quiz á la "Wer wird Millionär" kann ich nur sagen: Nur zu! Beim 2, Treffen, abends im Hofbräuhaus, war so was schon angedacht. Es wurde aber zu Gunsten eines langen einschläfernden Films drauf verzichtet. Dein Vorschlag, Fragen zu sammeln und in einen Pott zu schmeißen, ist okay.
Also ran an die Filme...auf alles achten: Autos, Drehorte, Darsteller, Musik, Dialoge u.s.w. Da könnte ganz schön was zusammen kommen.

Und dass Reinecker damals nach der zu der Zeit üblichen Musik maschierte, sollte heute kein Thema mehr sein. Er hat uns astreine Krimis geliefert, wenn er auch laut Teekanne gglegendlich neben der Kappe war.

Grüße

Harry Klein :kommi:

14

Freitag, 14. Dezember 2012, 13:58

Hallo Harry und Prewall!
Thema Kommissar auf andere Serien beim Treff zu erweitern wurde zumindest hier abgelehnt, das ist dann so entschieden (wie es scheint). Was die Programmatik am Samstag angeht, hatte ich das Quiz vorgeschlagen, Patrick und ich haben da ein fertiges Spiel zusammengestellt, aber je breiter die Basis der Mitwirkenden desto besser.

Was das Thema Reineckerland angeht, stehe ich ganz auf Prewalls Seite, denn das Thema ist insofern wirklich für den Kommi interessant, weil ja zahlreiche Topoi der Drehvücher mit der Vergangenheit zu tun haben. Wie man dazu dann steht, ist jedem überlassen, aber ganz ehrlich, lieber Harry: können ein paar nette Drehbücher wirklich Beihilfe und Propaganderung von Massenmord aufwiegen? Soll sich jeder seine Meinung bilden. Hier noch eine kluge Rezension des Buches Reineckerland:

"Reinecker wächst als Sohn eines Eisenbahners in schlichten
Verhältnissen auf, hatte schon früh literarische Ambitionen. Bereits
1932 wird er Mitglied der Hitler-Jugend und übernimmt kurz darauf die
„Schriftleitung“ der regionalen HJ-Verbandszeitschrift „Unsere Fahne“.

Dem NS-Regimes ganz und gar ergeben, macht der junge Reinecker eine
steile Karriere: in Berlin; wird er Mitglied der Propagandaabteilung der
„Reichsjugendführung“ und gehört damit zur Elite jener, die für die
faschistische Indoktrination von Kindern und Jugendlichen zuständig
sind.




Mit Beginn des Krieges ist der SS-Mann Reinecker in vorderster Propagandafront dabei. In „Das schwarze Korps“ schreibt er 1941:

„Ein Wald in Karelien, Unterholz, Gebüsch, freies Schussfeld. ‚Wumm‘.
Dann stürmen sie vor, raus aus ihrer Deckung, der Granatwerfer blafft,
der gegnerische Bunker wird genommen, am Leben lassen sie keinen….“

Von der Lust zu Töten schwärmt Herbert Reinecker in dieser Zeit
gerne, zumal es dabei um die „Beseitigung von Untermenschen“ geht. Die
Autoren von „Reineckerland“ stellen dazu fest:

„Der Erzähler überhöht das Kampfgeschehen. Das Töten. es macht
‚pitsch‘ und ’wumm‘. Das verstehen auch Kinder. Wen’s trifft, der
braucht keine Hilfe mehr. Träumen kennt nur ein Ziel: den Gegner zu
töten. Davon spricht man nicht. Das tut der ‚deutsche Soldat‘. Der
Krieg, von dem Herbert Reinecker schreibt, er ist ein schönes Spiel.“
Als es dann mit dem „schönen Spiel“ vorbei war, verstand es Reinecker
gewandt, sich der Entnazifizierung zu entziehen. Er ging einfach nicht
hin. Bis zu seinem Tod schwieg er zu seiner Mitgliedschaft in der SS und
seiner geistigen Mittäterschaft an den NS-Verbrechen. Davon ist auch in
seiner Autobiographie keine Rede. Reinecker äußert sich dazu
bestenfalls indirekt nebulös. Aurich/Beckenbach/Jacobsen zitieren aus
Reineckers Adaption von Hauptmanns Theaterstück „Dorothea Angermann“, in
der es (ergänzend zur Vorlage) heißt: „Wir alle wissen von einander,
alles, was wir wissen, hat einen dunklen Kern. Den dunklen Kern unserer
Geschichte.“

Die Autoren von „Reineckerland“ sehen allerdings in der „Erfahrung
des Krieges und, davon nicht zu trennen, das Wissen um den Mord an den
europäischen Juden in deutschem Namen die Kernelemente der (…)
seelischen Verstörung von Herbert Reinecker“.

Wie eine ganze Generation mit ihm, verstand er es, diese „Verstörung“
geschickt zu kaschieren. Das macht dann auch die Bedeutung dieses
Buches aus: an einer exemplarischen Biographie wird hier dargestellt,
auf welch breiter Basis das NS-Regime stand und wie diese Geisteshaltung
in der frühen Bundesrepublik fortwirkte: „Eine dunkle Spur eines
absichtsvollen Schweigens zieht sich durch alle Veröffentlichungen
Reineckers. Statt eines nüchternen Gedankens formuliert er statuenhaftes
Raunen“, steht an anderer Stelle von „Reineckerland“.

Da erstaunt es nicht weiter, dass der Bestseller-Autor auch zu den
Seilschaften alter und neuer Nazis Verbindungen hatte. Allerdings in
vorsichtigem Taktieren, ohne in irgendeinen Sumpf zu geraten. Der klare
analytische Blick der renommierten Filmhistoriker in Verbindung mit
ihrer Gabe, ausgezeichnet formulieren zu können, machen „Reineckerland“
zu einem Ereignis innerhalb der deutschen Filmgeschichtsschreibung.

Gerade an den Nahtstellen zwischen Nationalsozialismus und
Nachkriegsdeutschland gibt es beträchtlichen Nachholbedarf. Etwa was die
Biographien von Wolfgang Liebeneiner, Fritz Sauckel oder Heinz Rühmann
betrifft.

Rolf Aurich, Niels Beckenbach und Wolfgang Jacobsen weisen mit ihrem
Standardwerk den Weg. An ihrem Buch zeigt sich, dass es dazu eines
langen Atems bei der Recherche bedarf. Desgleichen bei der
anschließenden Umsetzung in eine lesbare Form. Da muss man sich schon
anstrengen, um bei ihrem Niveau mithalten zu können!"
Von Landsberg bis zum Mörlenbach, winkt Kanne und sagt scheenen Häusern guten Tach

15

Samstag, 15. Dezember 2012, 16:04

zunächst mal: Ich finde es toll, dass es wieder ein Treffen gibt, danke vorweg für die Bemühungen.

zum Thema Derrick/Tatort: Ich bin genauso Derrick wie Kommissar Fan, aber es handelt sich um ein Kommissar Treffen, also Thema "Der Kommissar". Wenn es Übereinstimmungen bei den Schauplätzen gibt, so wurde bei den vergangenen Treffen dankenswerter Weise darauf auch eingegangen. Ein Derrick Treffen wäre auch super, Überlegungen dazu gehören natürlich ins Derrick Forum.

zum Thema Quiz: Ist eigentlich nicht so mein Fall, mir hat es so gefallen wie bei den letzten beiden Treffen, die fand ich die Stimmung sehr entspannt. Wenn ein "Ich weiß mehr als die anderen" ausbricht, könnte das die Stimmung event. trüben - meine Meinung halt.

Grüße
Franz Alexander

16

Samstag, 15. Dezember 2012, 22:16

@ Buchhalter

ich verstehe die Politisierung Reineckers hier - durch die Autoren des Buches "Reineckerland" - nicht ganz. Natürlich war er ein begeisterter Mitläufer, gegebenfalls ein Teil des verbrecherischen Systems - aber kann man das dieser Generation - heute nachträglich - verübeln? Ein Zitat Henryk M. Broder' s beschreibt doch ganz gut, wie die meisten (die heute lautstark) kritisieren (damals) davon gekommen sind : " ..., die nur Dank der Gnade der späten Geburt um die Gelegenheit gekommen sind, selbst im Reichssicherheitshauptamt Karriere zu machen..." . Will heissen: so mancher der heute kritisiert und dämonisiert, hätte wahrscheinlich selber damals Karriere gemacht.

Damit wir uns verstehen: ich meine nicht DICH, denn jeder darf seine Meinung haben, aber ich kann die politisierten Begründungen der Verarbeitung irendwelcher Kriegserlebnisse bei einigen Folgen nicht erkennen. In erster Linie ging es Ringelmann und dem ZDF nur um eines: spanndende Unterhaltung.

In dem Sinne
Gruß
EDE (Michael)
Guten Abend meine sehr geehrten Damen und Herren ...

17

Sonntag, 16. Dezember 2012, 10:23

Hallo und guten Morgen, lieber Eduard! :)
Nicht ganz leicht, jetzt hier bei einem herrlich bubble-flower-power-sonntag-morgenigem-Soundtrack auf dem CD Player von den Seekers die nötige Gedankenschwere ins Gehirn zu trimmen - aber egal:
1. Dass auch heute viele von denen, die mit den Fingern auf die Reineckersche-NS-Generaton zeigen, selber nolens oder volens genauso schnell ein braunes Parteibuch in die Hand nähmen, das denke ich auch. Daher kann es nicht darum gehen, jedem kleinen Mitläufer ewig Vor- bzw wohl eher Nachwürfe vor- bzw. nachzuhalten :) Ich erinnere an die unseelige Asyldebatte um 1992, als plötzlich "das Boot ist voll" und "Auslände raus" geschrien wurde, aber auch eher linke Socken sind ja nicht viel ungefähredeter...siehe anti-israelische Gesinnung samt Palästinenserschals in den 70ern, und das nach dem Attentat in München 72.

2. Da hier ein Kommissarforum und kein Seminarforum angesagt ist: die spannendere Frage nach Reinecker himself - es gibt wohl schon zahlreiche Belege für die Behauptungen und Darstellungen aus "Reineckerland", Prewall hat die harte Variante beschrieben - natürlich gibts beim Kommissar/Derrick auch die reinen Beziehungstaten und unpolitischen Kriminellenmillieu. Aber die immer wiederkehrenden gleichen Charakterere (das verlorene Mädchen in der Großstadt; Mann aus dem Gefängnis entlassen und geächtet; schwache Söhne gegen übermächtige kalte Mütter), die ständig sich ähnelnden Stories (älterer Mann in verständnislosem Umfeld; Drogengirls usw.) vor allem dann bei Derrick lassen schon darauf schliessen, dass Reinecker sich verschlüsselt mit seinem eigenen Leben an sich und der NS-Zeit im besonderen verschlüsselt in den Drehbüchern auseinandergesetzt hat.

3. Dass Ringelmann nur spannende Unterhaltung haben wollte und man die Reineckerkrimis völlig ohne ideologischen Überbau genausogut sehen konnte ist klar. Obwohl die Abwesenheit jeglicher direkter NSDAP-Verstrickungen natürlich auch Bände spricht... aber kein Wunder, schliesslich hat es Hollywood gebraucht, und es bis 1979 gedauert, bis das Thema KZ / Menschenmassenvernichtung im deutschen Fernsehen überhaupt medial aufgearbeitet wurde.

4. Auf Wiederlesen, meine sehr geehrten Damen, Edes und Herren :)
Von Landsberg bis zum Mörlenbach, winkt Kanne und sagt scheenen Häusern guten Tach

18

Dienstag, 18. Dezember 2012, 16:29

Genese des Genres Krimi

Irgendein Experte könnte etwas über das neue Genre Krimi in der jungen BRD erzählen. Ich finde es im Kriminalmuseum spannend, wie viele Drehorte in jeweils einer Episode benutzt werden. Das ist teuer, aber dem Zuseher soll die kleine, inzwischen geteilte BRD schmackhaft gemacht werden. Ganz hervorragend sind einige Episoden der fünften Kolonne, der Kalte Krieg wird ganz heiß dargestellt. Es gibt Bonus-Material mit einem spannenden Interview mit Jürgen Goslar, so etwas könnte man auch vorführen.

19

Dienstag, 18. Dezember 2012, 18:41

Hallo zusammen,

ich finde es Sch...., dass das hier wieder mal gewaltig am Thema vorbei geht. Für Krimiserien aller Art gibt es Platz genug. Hier sollte nur etwas zum Thema 2013 gepostet werden.

Gruß
Harry :kommi:

20

Dienstag, 18. Dezember 2012, 22:44

@Prediger
@Harry

Ich finde, die genannten Themen Reinecker und Krimigeschichte der 60er passen sehr gut zum Kommissartreff, mal ehrlich lieber Harry: wir sind uns doch einig, dass es wenig Sinn ergäbe, wieder ellenlang alte Komissarausschnitte zu zeigen, die kennt jeder Teilnehmer doch inwendig und es würgt die Unterhaltung ab. Ein Treffen ganz ohne Programmpunkte machte auch wenig Sinn, das habenwir zudem am Freitag sowieso und die Schauplatztour wird es ja wohl ebenfalls wieder geben. Es kann doch nicht schaden, den Blick etwas über und neben den Tellerrand auszufahren und über die Hintergründe der Serie zu diskutieren. Die meisten gängigen Themen haben wir ja schon x-mal durchgesprochen und da ist nicht mehr so viel Neues zu erwarten.

Insofern fände ich wie gesagt eine Quizrunde nett - vielleicht auch bezüglich Musik - natürlich in zwangloser Form, denn es soll ja nicht, wie Franz befürchtete, in Neunmalklugigkeit ausarten,sowie eben eventuell eine Diskussionsrunde.

Die Erfahrung lehrt ja auch, dass es sehr schwierig war, mitwirkende Promis zu kommen zu überreden, die dann auch substantielles beizutragen haben...sollte es gelingen, einen oder mehrere neue Gesichter aus der Kommissarszene erfolgreich einzuladen, wäre das Programm sicher ein anderes.

Beste Grüße aus der Teekanne :)
Von Landsberg bis zum Mörlenbach, winkt Kanne und sagt scheenen Häusern guten Tach